Das Restprogramm…

Jetzt hätte ich fast geschrieben: …bis zur Winterpause. Die wird aber wohl mal wieder übergangen werden. Also keine Hochglanz-Fussball-Romantik. Im Januar wird es vermutlich einfach nahtlos weitergehen. Wie immer. Keine Transfers, keine Handgelder, kein Trainingslager auf den Kanaren. Aber für dieses Kapitel ist später noch Zeit. Auch für einen Rückblick auf 2016 ist es noch zu früh. Ca. 7 Wochen 2016 verbleiben noch. Nach einem spannenden Jahr gilt es jetzt einen würdigen Abschluss zu finden. Neben einigen kleineren und privateren Dingen stehen noch zwei größere Projekte an. Ende November wird es wieder Zeit für Olne-Spa-Olne (OSO) und Mitte Dezember drehen wir nochmal ne Runde in den Niederlanden.

Aus gewissen Äußerungen und dem ernsthaften Interesse einiger unserer Lauffreunde ist abzulesen dass unsere Werbung für OSO endlich auf Resonanz stößt. Der uns zugetragenen Missinterpretation unserer Lobhudeleien, OSO sei ja wohl “einfach zu laufen” (wenn auch nur im Scherz geäußert), muss dann allerdings doch entschieden widersprochen werden. Ja, es ist wirklich wahr: es gibt unzählige Variation von Schlamm und Matsch, aber drin stehen ist nochmal eine andere Nummer. Wir alle lieben doch die schönen Trails voller Wurzeln und Steinen die romatisch von der Sonne ausgeleuchtet werden. Doch dann kommt der Herbst mit all seinen Blättern, dann kommen aberwitzige Steigungen, dann kommt der feuchte Nebel der die Blättermasse in Schmierseife verwandelt, der Nebel, der es auch tagsüber nicht richtig hell werden lässt, dann kommt der kalte und nasse November und dann kommt OSO in Belgien. Dann weisst du auf einmal, dass jeder Schritt eine Lotterie wird, dass deine Chancen nicht zu stürzen unendlich klein sind. Wir alle lieben auch die grandiosen Zieleinläufe vor vollen Rängen in der untergehenden Sonne, die warmen, sauberen Duschen und die netten Gesprächen mit den anderen Finishern. Und dann kommt OSO. Gehört man nicht zu den Talentierteren ist die Sonne in Olne (sofern sie mal da war) schon wieder untergegangen. Die Zeitmessung verwaist. Alle haben Schutz vor der Witterung gesucht. Du läufst mit deiner Stirnlampe in das einsamste Ziel der Welt und fragst dich wie sie deine Zeit wohl festhalten (klappt irgendwie doch), gehst in die überfüllte und stickige Turnhalle, schaust in die Dusche in der zentimeterhoch schwarzer Schlamm steht, überlegst es dir anders, gehst raus in die Kälte, suchst zitternd, zerschlagen und erschöpft dein Auto und fährst nach Hause. Kurzum: es wird ein Fest!

Als “Saisonabschluss” haben wir uns einen überaus spannenden Kurs ausgesucht: genauso viele Meter in Kurven wie auf gerader Strecke – ein außergewöhnliches Verhältnis. Etwas zum Träumen. Für Romantiker und Genießer. Dort wird dann endlich die Ruhe und die Zeit vorhanden sein sich über Sein und Nichtsein, über Sinn und Unsinn ausreichend Gedanken zu machen. Eine Reise zum Mittelpunkt des eigenen Willens. Wir freuen uns sehr! Zu den näheren Umständen und zu der Geschichte wie es dazu kommen konnte – später mehr.

24h_karte


Pippin: “Man braucht Leute mit Verstand für diese Abenteuer – was auch immer – Geschichte!”  Merry: “Dann wirst du sicher nicht ausgewählt, Pip”

LOTR