Bürogespräche – Eindrücke aus dem Home-Office-Alltag

Das Home-Office hat den schönen Vorteil, dass einige Eindrücke aus dem Büro-Alltag festgehalten werden können; wie zum Beispiel, wenn wir uns darüber austauschen, wie wir mit den Challenges umgehen, die uns unsere Mitmenschen stellen. Hier ein kleiner Schnipsel zum Corona Skyrun des Schinders:

Des Schinders Skyrun

Danke an den Schinder für diese daheim ausführbare Challenge. Sie bietet 1364 kleine Perspektivwechsel am Tag und hat den schönen Vorteil, dass ich sie durchführen kann, ohne mir in den anderen Challenges da draußen zu viel Freude vorwegzunehmen.

Duinpooper: Die Rezepte

Chili-Guacamole-Wraps, Brotpudding und Bohnenbällchen revisited

Verpflegung ist bei jedem längeren Lauf ein wichtiges Element: Nicht nur versorgt sie euch im Idealfall mit Energie und allen wichtigen Nährstoffen; sie ist auch etwas mit dem ihr euch im Lauf selbst Highlights setzen könnt, die euch regelmäßig mit Vorfreude motivieren.

Hier kommen nun die Rezepte, die mich zum Duinpooper gemacht haben, quasi meine Rezepte zum Erfolg – wie immer vegan und zum Nachmachen geeignet. Mit dabei sind Chili-Guacamole-Wraps, der phantastische Brotpudding und eine Variante der berühmtberüchtigten Bohnenbällchen. Kreatives Abwandeln ist natürlich gern gesehen. Zum angekündigten Falafelrezept an dieser Stelle nur der Hinweis, dass ihr da einfach eine Fertigmischung nehmen könnt. Die sind in der Regel eine gute Grundlage. Fügt einfach noch ein wenig Sesam, Knoblauch und Zwiebeln hinzu, dann sind sie würziger und ihr habt beim Laufen mehr Spaß daran.

Viel Spaß damit! Bei Fragen oder Anmerkungen könnt ihr euch gerne melden!

Wraps mit Chili Sin Carne und Linsenguacamole

Erfrischend, Reich an Protein, Kohlenhydraten, Vitamin c und guten Fetten

Veganes Chili ist inzwischen so weit verbreitet, dass ich euch da nichts Großartiges mehr zu schreiben muss: Sukzessive Zwiebeln, Knoblauch, fein gewürfelte Möhren andünsten, mit Tomaten, Tomatensauce oder passierten Tomaten ablöschen, rote Linsen rein und mitköcheln lassen, dann noch ein paar Kidney- oder schwarze Bohnen hinzu, das Ganze scharf würzen und fertig ist das Chili. Damit ihr das gut in Wraps packen könnt, kocht ihr euch am besten noch etwas von eurem Lieblingsreis (zum Beispiel braunem Reis), und füllt das Chili so lange mit Reis auf, bis es einigermaßen trocken oder fest wirkt. Mit Abkühlen wird das dann nochmal fester. (Falls ihr doch Details wissen wollt, fragt gerne nochmal nach.)

Linsenguacamole hingegen, ist mir noch nicht so häufig begegnet, weshalb ich das hier gerne mit euch teile:

Linsenguacamole

Vermutlich ist das, was ich euch hier präsentiere, keine wirkliche Guacamole. Wo ich euch aber nun schonmal bis hierhin gelockt habe, könnt ihr das Rezept aber gerne durchlesen und ausprobieren. 😉

Zutaten

  • 100 g braune Linsen
  • 2 Avocados
  • 2 Zitronen (oder Limetten)
  • 2 große Zehen Knoblauch
  • Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln
  • reichlich frisch gemahlenen oder gemörserten Pfeffer

Vorgehen

  1. Linsen nach Packungsanleitung zubereiten und abkühlen lassen, anschließend salzen
  2. Avocadofruchtfleisch mit einer Gabel zerkleinern und kleinquetschen
  3. Zitronensaft und -fleisch hinzugeben
  4. Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden und hinzugeben
  5. Pfeffern.
  6. Alles zusammenmischen und durchrühren

Wie ihr euch die Wraps macht, ist ja klar: Mit der Linsen-Avocadocreme bestreichen, viel Chili draufpacken, den Wrap vorsichtig zuklappen. Am besten macht ihr das so, dass ihr die Wraps an beiden Enden schließt und dann in der Mitte durchschneidet. Dann habt ihr aus jedem Wrap zwei gute Portionen.Das lässt sich gekühlt auch erstaunlich gut in einer Dose transportieren und saftet dann wenig (wenn ihr es nicht einfriert… ein Fehler, aus dem ich nun gelernt habe, aber dazu an anderer Stelle mehr).

Brotpudding

Einfach, aus Resten, Einfach geiler und Leckerer Energielieferant

Auf dieses Rezept sind wir irgendwann gestoßen, weil wir recht häufig an ältere Brötchen gekommen sind und uns dann überlegen mussten, was wir daraus Feines zaubern konnten. Brotpudding ist hier ein wahnsinnig einfaches Gericht, das heiß sehr lecker schmeckt und auch kalt ein erfrischender Genuss ist. Zudem gibt es einfach ordentlich Kalorien.

Zutaten

  • 4 alte Brötchen (egal ob Körner oder hell)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 Möhren
  • eine handvoll Rosinen oder Sultaninen
  • zwei Hände voll gehackter Nüsse
  • 2 Äpfel
  • etwas Pflanzenmilch

Vorgehen

  1. Die Brötchen sehr grob zerschneiden
  2. Die Möhren raspeln
  3. Die Äpfel grob würfeln
  4. Brötchen, Möhren, Äpfel, Rosinen, Nüsse zusammen in eine Auflaufform geben und alles durchrühren
  5. Kokosmilch hinzugeben und mit Pflanzenmilch auffüllen, bis die Flüssigkeit etwa halb so hoch steht wie die festen Zutaten
  6. Das Ganze bei 175 °C und Ober- und Unterhitze für ca. 45 Minuten im Ofen garen bis die oberen Brötchenstücke etwas angebräunt sind.
  7. Genießen!

Das Ganze könnt ihr entweder frisch aus dem Ofen genießen oder zum Beispiel gekühlt in einer Dose auch hervorragend mit für unterwegs mitnehmen. Durch die Kokosmilch und die Nüsse gibt euch das langfristiger verfügbare Energie, die Rosinen geben ein wenig Süße hinzu und liefern euch auch kurzfristig ein wenig Energie. Die Äpfel und Möhren machen das Ganze frisch. Die Brötchen geben dem ganzen eine gute Textur.

Also: Ausprobieren und genießen!

Kidneybohnenbällchen!

Einfach, Reich an Kohlenhydraten, Fett und Protein, lecker

Für Kidneybohnenbällchen haben wir schonmal ein Rezept angegeben. Hier ist nochmal eine einfache Variante:

Zutaten

  • Zwei Dosen Kidneybohnen
  • 400-500 g Haferflocken
  • Zwei Zwiebeln (gehackt)
  • Petersilie, gehackt
  • 1 Esslöffel Senf
  • Salz, Pfeffer, Curry

Vorgehen

  1. Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einer festen Masse verkneten
  2. Aus dem Teig kleine, flache Bällchen formen
  3. In Öl anbraten
  4. Heiß und kalt ein Genuss

Der Teig sollte hier recht fest werden. Dadurch werden die Bällchen insgesamt kompakter und stabiler und lassen sich auch beim Lauf hervorragend transportieren. 🙂

Duinhopper 362: Was isst du eigentlich bei so einem Lauf?

For an English version see What on Earth did you eat?! The Feeding below.

Auf den langen Distanzen ist es so ähnlich wie auf den ganz kurzen Distanzen: Irgendwann gibt es keine Versorgungsposten mehr. Doch was auf den kurzen Distanzen ein großes Minus ist, kann auf den langen Strecken zunächst eine spannende Frage und dann ein großer Bonus werden. Die Frage ist dann: Wie versorge ich mich denn unterwegs und was nehme ich mit, was kann ich unterwegs bekommen? Hier gibt es ganz unterschiedliche Antworten, die vermutlich für jeden individuell zu beantworten sind. Mike, der andere Finisher des Duinhopper 362, hat hierauf eine spannende Antwort gefunden. Für mich zumindest ist sie deswegen spannend, weil sie im Spektrum der möglichen Versorgungspläne der meinen fast diametral gegenüberliegt. Ich werde hier nicht weiter auf seinen Plan eingehen; er ist vermutlich deutlich minutiöser geplant, nährwerttechnisch genauer ausgefeilt und vor allem viel einfacher zu befolgen als der meinige. Mike ist aber sicher bereit seinen Versorgungsplan mit euch zu teilen. Ich möchte das aber als Anlass nehmen, ein paar Gedanken zur Versorgung, zum Essen beim Laufen und auch meine Essensliste mit euch zu teilen. Zu Mikes Plan an dieser Stelle noch so viel: Ich könnte ihn niemals befolgen. Denn ich laufe – um es mit The Oatmeal zu halten, der es in seinem wunderbaren Comic The wonderful and terrible reasons why I run long distances so schön auf den Punkt gebracht hat – “for the worst possible reason. I run to eat.

Auch wenn es natürlich nicht mein einziger Grund ist, so ist das Essen für mich doch einer der schönen Aspekte, die das Laufen für mich zu einer großartigen Sache machen. Ich mag es einfach, leckere Dinge in mich reinzustopfen. Je mehr desto besser und je länger ich laufe, desto mehr kann ich in mich reinstopfen. 362 km (offiziell, oder 369 laut Track oder 380 laut meinem GPS-Gerät) mit geplanten 60-70 Stunden sind für mich also ein wahres Futterfest! Die fantastische Kombination aus Essen und Laufen ist es, die mich zum Ultra-Laufen gebracht hat, nachdem ich sie zum ersten Mal beim Lauf Rund um Aachen (2012) kennengelernt habe. Warum – so fragte ich mich damals – sollte ich jemals anders laufen wollen? Wollte ich nicht, will ich auch nicht. Weitere Inspiration habe ich dann durch das Buch Eat and Run von Scott Yurek und Steve Friedman erhalten, ebenso wie einige sehr nachahmenswerte Rezepte. So kann ich das Laufen gleichzeitig noch mit meinem kleinen Hobby dem Kochen verbinden und habe auch ein schönes Ritual gefunden, mit dem ich mich auf meine Läufe einstimmen kann. Denn meistens stehe ich den Tag oder den Abend vor einem Lauf in der Küche. Das gehört irgendwie dazu.

Dieses Mal sollte es jedoch nicht ganz so einfach sein: Ich musste schon am Abend oder Nachmittag zuvor nach Vlissingen anreisen, weil die Zugverbindungen nichts anderes zugelassen haben. So hatte ich insgesamt weniger Zeit zu kochen, musste zugleich aber Essen basteln, dass über einen längeren Zeitraum gut bleibt. Reisbällchen, die bei warmen Temperaturen sehr lecker sind, waren somit nicht drin. Dafür ein paar andere Leckereien.

Das Festmahl!

Hier folgt nun eine vollständige Liste dessen, was ich während des Laufs gegessen oder an Kalorien und Nähstoffen zu mir genommen habe. Eigentlich kann ich und könnt ihr alles davon selbst zubereiten (von der Schokolade mal abgesehen). Die Dinge, die ich dieses Mal selbst zubereitet habe, könnt ihr auch gerne selbst ausprobieren. Die Rezepte findet ihr bei uns und könnt sie natürlich nach Belieben anpassen. Alles davon ist rein pflanzlich – also vegan. Bei den meisten Sachen kann ich euch auch sagen, warum sie – abgesehen davon, dass die mir gut schmecken – in meinem Rucksack gelandet sind. Fragt gegebenenfalls gerne nach. Auch wenn ihr sonstige Fragen habt. Falls die Liste euch unvollständig erscheint, weil ihr meint, es fehlten noch Salz-, Protein-, Koffein- oder Schmerztabletten, kann ich euch versichern, dass die Liste vollständig ist. Vielleicht ist meine Einstellung zum Laufen und Essen eine andere als die eure. Einzig für das Wasser kann ich keine genauen Angaben machen. Für die ersten 310 km hatte ich eine 3 l-Trinkblase und eine 1,5 l-Trinkflasche dabei, wobei ich versucht habe, regelmäßig genügend zu trinken, die beiden Behälter nach Möglichkeit aber auch wieder aufzufüllen. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Hier folgt die Liste:

  • 0,5 kg Kartoffeln (gekocht und gesalzen, nicht geschält)
  • Kidneybohnenbällchen aus zwei Dosen Kidneybohnen und ca. 400-500 g Haferflocken (etwas genaueres Rezept folgt)
  • Falafel aus zwei Packungen Fertigmischung
  • Zwei Wraps gefüllt mit Chili Sin Carne und Guacamole (Rezepte)
  • Zwei große Portionen Brotpudding (Rezept)
  • Ein Riegel Vego-Schokolade (150 g) – eine großartige Quelle für Zucker und Fett
  • 99 %-ige Schokolade (80 g)
  • 150 g Erdnüsse (gesalzen und geröstet)
  • 200 g Cashew-Kerne (würzige Mischung)
  • 500 g Studentenfutter (extra viele Cashews, kein Salz, kein Zucker hinzugefügt)
  • Drei vegane Doppeldecker-Kekse (den Rest der Rolle habe ich am Vorabend verdrückt)
  • 5 Haferriegel (Cliff Bar, falls es euch interessiert, wichtig ist aber eher die Portionsgröße von 250 kcal pro Riegel, was in etwa so viel ist, wie der Körper in einer Stunde aufnehmen kann – die Riegel kann ich eigentlich auch selbst machen, aber die Zeit fehlte)
  • 2 Obstriegel (lagen noch irgendwo rum und musten weg)
  • ein Apfel
  • Viel Wasser (3 l-Blase und 1,5 l-Trinkflasche, beides regelmäßig nachgefüllt)
  • eine vegane Pizza ohne Käse und eine große Portion Pommes, dazu 0,33 l Apfelsaft – alles in einem Restaurant organisiert, wobei ersteres in den Niederlanden schwierig ist, weil die Menschen das Konzept von Pommes statt Käse nicht kennen
  • Zwei handvoll salzige Chips, damit das Orga-Team die Sachen nicht umsonst an den Rand gekarrt hat (Danke! Ich habe mich, auch wenn ich nicht so richtig zugelangt habe, sehr darüber gefreut! Irgendwie war ich so mit meinem eigenen Essen beschäftigt.)
  • Als Reserve hatte ich noch drei Pakete Porridge mit, habe sie Mangels Löffel und heißen Wassers aber nicht gefuttert.
Mittagessen nach 150 km.

Tatsächlich stimmt diese Liste auch sehr genau mit den gepackten Sachen überein und ich hatte sogar das Mittagessen so eingeplant. Mit der Erfahrung habe ich wohl ganz gut einschätzen gelernt, was ich so brauche. Wobei ich ehrlich gesagt bei Kilometer 310 noch die Option auf mehr Essen hatte und ich den Brotpudding auch erst da an die Strecke gebracht bekommen habe. Aber ich wusste in etwa, was mich dort erwartet und dass ich bis dahin mit meinen Vorräten kommen müsste. (Mehr dazu gibt es aber an anderer Stelle.)

Gegessen habe ich – und das ist meiner Meinung nach der springende Punkt – wann immer ich den kleinsten Anflug von Hunger oder Appetit habe. Das werte ich immer als Zeichen, dass ich etwas an Nährstoffen oder Kalorien brauche und höre dann einfach darauf, wonach mir gerade ist. Tendentiell war das in der Anfangszeit eher das langkettige und fettige Zeugs, später kamen regelmäßiger auch die kurzkettigeren Kohlenhydrate zum Zug. Nach den ersten zwei bis drei Stunden hatte ich auch schnell einen Rhythmus, mit dem ich etwa einmal jede Stunde (zum Ende hin etwas häufiger, wenn ich mal mehr Energie verbraucht habe) eine handvoll gegessen habe. Dieser Rhythmus hat dann den Großteil des Laufs bestimmt: 50-55 Minuten laufen und die Landschaft genießen, 5-10 Minuten fröhliches Mampfen und dabei schnellen Schrittes voranstapfen. Die Wraps habe ich mir da für größere Mahlzeiten (am ersten Abend und am letzen Vormittag) aufbewahrt. Die dunkle Schokolade war für mich als Reserve für die dunkle Nacht gedacht. Da ich keinerlei anderen Koffein oder sonstiges komisches Zeugs zu mir nehme, war das noch ein Mittel, mit dem ich mich noch ein wenig länger wach halten konnte. Ansonsten gilt: Laufen ist meine Droge und Bewegung das, was mich wach hält.

Das Wichtigste an diesem Plan ist zugleich wohl auch das Frustrierendste für Nachahmende: Zu jeder Zeit muss ich mir selbst lauschen, wachsam sein und darauf hören, was ich gerade brauche. Das ist keine einfache Regel, die ihr einfach auf euch anwenden könnt, sondern etwas, das euch die Erfahrung lehrt. Bei mir ist es wirklich ein kleines Zeichen von Hunger oder Appetit, das erst sehr zahm ist und schnell wieder verschwindet. Von Wolfgang Schwerk habe ich gelernt, dass es bei einer langen Veranstaltung wichtig ist, den kleinsten Missstand direkt zu beheben. Tue ich das im Falle des Hungers nicht und vergesse ihn für den Moment, kommt er bald deutlich stärker wieder. Aber dann ist es zu spät und ich laufe in ein Tal hinein, aus dem herauszukommen einiges an Zeit, Energie und Geduld kostet.

Aber selbst mit leckerem Essen ist es nicht einfach, die ganze Zeit weiterzuessen. Irgendwann habt ihr vielleicht wirklich keinen Appetit mehr – selbst wenn ihr schon hervorragende Duinpooper seid und euren Magen geleert habt. Da habe ich einen kleinen Geheimtipp für euch, den ich nicht von einem Marathonläufer abgeschaut habe. Eines der großartigen Gefühle bei einem Ultra ist ja oft, wenn ihr im Ziel angekommen seid, die Zähne frisch geputzt habt und erstmal so richtig groß schlemmen könnt. Wenn ihr euch zwischendurch die Zähne putzt, ist das fast genauso großartig! Als hätte jemand auf den Reset-Knopf gedrückt!

Ich hoffe die Ausführungen haben euch irgendwie helfen oder euch zumindest einen Eindruck von meinem Schlemmfest bieten können – insbesondere da ich das Gefühl habe, dass diese Art der Verpflegung noch nicht allgegenwärtig ist. Für viele mag das komisch klingen, aber wenn ihr schonmal an so einer langen Veranstaltung teilnehmt, dafür möglicherweise sogar Urlaub nehmt, dann seht das doch einfach so: Es ist ein abenteuerlicher Urlaub und natürlich wollt ihr in eurem Urlaub auch leckere Dinge essen!

Bald gibt’s mehr vom Duinhopper 362. Aber wenn ihr Fragen oder so habt, fragt gerne nach.

English version:

Duinhopper 362: What on Earth did you eat?!

The Duinhopper 362 was a self supported event. Thus, even I couldn’t find any official aidstations. But this gave me the unique opportunity to take loads and loads of food with me. Since some of you have been asking and as I consider it one of the most important and most fun parts of running an ultra, I would like to share with you some thoughts on eating, including a list on what I actually ate during the Duinhopper 362. If you’ve read the list of Mike who also finished this adventure you might note some differences. I don’t want to elaborate on his nutrition plan, but it sure looks rather sophisticated and is probably easier to reproduce. Thus, if you’re loooking for a way to get the right amount of nutritions and a plan you can easily adept, you might want to contact Mike. I’m sure, he’s glad to share his recommendations. I, however, could not bring myself to even consider such a plan. To see why, you have to understand why I run. To keep a long story short I’ll stick with The Oatmeal: I run for the worst possible reason. I run to eat. (Taken fromthe great running bible: The terrible and wonderful reasons why I run long distances)

Though this is not my only reason to run, it is one of the important aspects that make running so enjoyable for me. I love to eat delicious stuff and the more I run the more I can eat. I first discovered the joy of combining eating and running during the Lauf Rund um Aachen and was further inspired by the great book Eat and Run by Scott Yurek and Steve Friedman. It further coincides with my passion for cooking as I always try to invest some time in preparing the food for the trail as some sort of ritual or pre-trail celebration.

Unfortunately, this time I had to travel to Vlissingen the day before the actual event, which somehow took away some of the time I usually spend preparing the food. Also taking into account the length of the event and the possibly warm temperatures, I could only prepare food that would keep a couple of days. So I was somewhat limited.

The Feeding

Here’s a complete list of what I ate during the event. Please note that it’s all plant based and you can easily prepare most of it (accept for the chocolate) yourself and you will find most of the recipes linked – though most of them might not be super accurate they’ll provide some guidance. If you have any questions, don’t hesitate asking them (also if you need an English version of the recipes). You might, of course, make adjustments to accomodate for your needs or taste. Oh, if this list looks incomplete to you as it doesn’t contain any supplements for salt, proteins or caffein I feel you’re just not eating properly or the right amounts. The list is complete – no hidden extras.

So here we go:

  • about .5 kg of potatoes – cooked and salted, not peeled
  • kidney bean balls made from two cans of kidney beans and about 400 – 500 g of oats (somewhat more accurate recipe)
  • falafel made from two packs of a ready made falafel mix
  • two wraps filled with chili sin carne and lentil guacamole (recipe)
  • two good servings of bread pudding (recipe)
  • a bar of Vego chocolate – the real bar (150 g) not the mini version – great source of sugar and fat
  • a bar of dark (99 %) chocolate (80 g)
  • 150 g of peanuts (salted and roasted)
  • 200 g of cashews (spicey)
  • 500 g of Trailmix (cashews, raisins, almonds, peanuts etc., no salt or extra sugar)
  • three vegan cookies stuffed with chocolate (I ate the other part of the 300 g roll the night before)
  • 5 oat bars (Cliff Bars, if you care, but the important part is that each was about 250 kcal, which is about as much as your body can actually handle in one hour – you can of course easily make your own oat bars)
  • 2 fruit bars
  • lots of water (I carried a 3 l camel bak and a 1.5 l water bottle to get through the stretches without freshwater supply)
  • one apple
  • a pizza without cheese and some fries as well as 0.33 l of apple juice I bought at a restaurant
  • two hands full of salted chips to appease the organizers who where really eager to help (Thanks, guys! I really appreciate the effort!)
  • also packed but did not eat for lack of hot water and a spoon: three packs of porridge.

Except for the last three items on the list, this list also coincides with what I prepared for the run. Also I even planned on eating a pizza with fries. So, guided by experience I had a good idea of what I’d actually need. (To tell the truth, I did not prepare the bread pudding either, but knew it’d be there after some 300 km. More on that in a later post.)

I ate – and this is important – whenever I felt the slightest pinch of hunger or appetite. In the beginning I tended to eat more of the heavy stuff (falafel and kidney bean balls, nuts – rich on fat, protein and long carbohydrates). The sugary stuff was for the times I felt I needed the energy a little quicker. After the first few hours I ate about once every hour, a good handful of this or that. During the later stages of the event, the period became a little shorter – at least when I made an effort to push myself forward a little faster.) The wraps I kept for two special occasions. Finally, the dark chocolate really served me well during the third night, for I did not have nor want any other source of caffein – running is the drug I was on and moving was what kept me awake.

The most important thing here – and probably the most frustrating, if you’re looking for some guide on how to eat during such a long event, is that it’s important to listen to your body. If you listen carefully it will tell you what it needs and when it needs it. Wolfgang Schwerk once told me that during such a long event it’s important to take care of everything right away and this is how I deal with eating. At the first sign of appetite or the slightes pinch of hunger I take care to eat. If I ignore the first signs, they’ll disappear quite soon. The second time, though, it’ll be too late: I’ll have to eat more food with energy in a form that is more readily available for my body. I will nonetheless fall into a (hopefully) small ditch and have to wait for the energy to kick in while trying not to make any other stupid mistakes or fall asleep.

Since I ate in quite regular intervals and since I really enjoy the food I eat during such an event, I always had something to look forward to, giving me some sort of rhythm of running and rest. Enjoying the running, moving through nature during much of the hour, enjoying the feeding while walking the rest of the hour.

Also, at some point during such an event you might feel that you’re some sort of fast or slow moving food dumpster. If you’ve done this sort of thing before you probably know the feeling or the taste of having eaten quite a lot of good stuff without brushing your teeth: It’s aweful and at some point you just don’t want to add another layer. The secret here is quite simple: Brush your teeth and everything will be reset! It’s definitely worth the three odd minutes it takes and you’ll feel totally refreshed afterwards.

I hope this is somewhat helpful for some of you out there – especially since it presents a contrast to some other guides on “food” or nutrition you find out there. It might sound weird to some of you, but as you’re out there anyway you might as well make a good time of it and enjoy some great food. There’s no need to stuff yourself with gross energy gels or bars or other highly processed stuff.

How to become a Duin-Pooper in 5 easy steps

What a great adventure it was: The Duinhopper 362. Even though I got my winner’s certificate in the mail today, it will still take a while to sort it all out. It’s a long story. So I decided to break it into smaller more managable pieces. The first part of this (almost) anthology will be a small beginner’s guide on how to become a great duin-pooper, since that’s probably the most important lesson learned. It’ll give you a small overview over the most important aspects of the adventure and tell you, how you, too, can become a great duin-pooper. That’s what the event was all about. During the upcoming days and weeks I’ll serve you some more tidbits on what I packed and ate, how I trained, how much I slept, how the adventure (it was indeed more of an adventure than a race) felt like, why sand is awesome and what the future may or may not hold.

So, without further ado, here we go:

How to become a Duin-Pooper

A beginner’s guide in 5 easy steps

  1. Sign up for a weird sort of event all your friends and running mates tell you is “a great idea” called the duinhopper 362 on a website called ‘acceptnolimits.eu’ with subtitle somewhere in the .
  2. Show up on the event and don’t stop to wonder why none of those people are there as well.
  3. Eat lots and lots of awesome food (recipes to follow).
  4. ?????
  5. Seek a place with a beautiful vista and enjoy nature at its best.

—> PROFIT. Congratulations, you’re now a master duin-pooper.

Stay tuned for more updates on the Duinhopper 362.

Rheinsteig-Erlebnislauf: Der VP-Sucher ist dann mal unterwegs! Kommt ihr spontan dazu?!

So, ihr Lieben. Nun ist es so weit. Der VP-Sucher sitzt im Zug und freut sich auf eine Woche voller Abenteuer auf dem Weg von Bonn nach Wiesbaden.

Die Ruppertsklamm… unten wartet ein toller VP! 🙂

Solltet ihr an einem der nächsten Tage bis einschließlich Karfreitag noch keine gute Ausrede haben: Stoßt doch einfach dazu, genießt den Rheinsteig laufend (oder gerne auch wandernd) in munterer Runde und tut etwas Gutes dabei! 🙂 Für jeden Lauf- oder Wandertag gebt ihr uns eine Spende von 20 Euro für die aktion benni & co. e.V. (und 10 Euro Orgabeitrag) – noch dazu habt ihr durch das Laufen in der Gruppe ein gutes Aufbau-Training. 🙂

Ein Katzensprung!

Wir starten immer morgens um 08:30 Uhr, ihr kommt am besten ein paar Minuten früher. Start- und Zielpunkt sind meist gut per Bahn zu erreichen, wir können euch Gepäck ans Ziel transportieren und dort können wir bestimmt auch duschen für euch  Ich freu mich auf euch! 🙂

Hier ist für euch noch die Liste der Startpunkte und Routen (letztere könnten wegen des Wetters leicht umgelegt sein, wir bleiben auf dem offiziellen Rheinsteig):

Etappe 1
Fr 23.3.2018
Start 8:30
Startort

Bonn

Unkel

53,7 km

+ 1830
– 1965

Streckendetails

Hotel / Lageplan

Etappe 2
Sa 24.3.2018
Start 8:30
Startort

Unkel

Neuwied-Feldkirchen

48,7 km

+ 1794
– 1739

Streckendetails

Hotel “Alt Wollendorf” / Lageplan

Etappe 3
So 25.3.2018
Start 8:30
Startort

Neuwied-Feldkirchen

Urbar

51,5 km

+ 1754
– 1799

Streckendetails

Hotel / Lageplan

Etappe 4
Mo 26.3.2018
Start 8:30
Startort

Urbar

Filsen

45,6 km

+ 1623
– 1601

Streckendetails

Hotel / Lageplan

Etappe 5
Di 27.3.2018
Start 8:30
Startort

 Filsen

Loreley

36,3 km

+ 1415 m
– 1246 m

Streckendetails

Hotel / Lageplan

Etappe 6
Mi 28.3.2018
Start 8:30
Startort

Loreley

Rüdesheim-Assmannshausen

47,6 km

+ 1418
– 1592

Streckendetails

Hotel / Lageplan

Etappe 7
Do 29.3.2018
Start 8:30
Startort

Rüdesheim-Assmannshausen

Kiedrich

34,7 km

+ 1098
– 1029

Streckendetails

Hotel / Lageplan
Anreise per Bahn

Etappe 8
Fr 30.3.2018
Start 8:30
Startort

Kiedrich

Wiesbaden

34,7 km

+ 760
– 752

Streckendetails

Therme / Lageplan

mAMa 2018 – Der VP-Sucher plaudert aus dem Nähkästchen

Eigentlich könnte alles so einfach sein: Wie normale Menschen könnten wir unsere guten Freundinnen und Freunde einladen, sie bekochen und einfach eine gute Zeit haben. Vielleicht könnten wir ihnen bei einem kleinen Verdauungsspaziergang auch einen unserer Lieblingspfade an der Inde zeigen. Idealerweise machten wir so etwas im späten Frühling oder im frühen Sommer, wenn sich der Pfad in seiner vollen Pracht zeigt und wir die traumhafte Atmosphäre dort so, wie wir sie beim ersten Mal erlebt haben, bei einem kleinen Picknick genießen können. Soweit der Plan.

So aber, funktioniert das bei uns nicht. Jedes Mal, wenn wir uns gemeinsam hinsetzen, um die Einladung zu schreiben, können wir uns nicht beherrschen und müssen, auf die Menschenkenntnis unserer Freunde vertrauend, einen deftig sarkastischen Ton in der Mail einschlagen. Schließlich sind wir als Scherzkekse bekannt: Einen traumhaft schönen Pfad? Den gibt es bei uns natürlich nicht, stattdessen viel Matsch und Schlamm und Flüsse. Güllefelder? Klar, da müsst ihr auch durch! Essen? So ein Quatsch, das gibt es bei uns nicht. Kümmert euch doch um euch selbst! Jahreszeit? Natürlich nichts Gemütliches, sondern Anfang Februar, wenn fast sichergestellt ist, dass wir fieses, kaltes Wetter haben, die Vegetation noch nicht vorangeschritten ist und auch landschaftlich möglichst wenig zu holen ist. Euch geht es schlecht? Dann habt ihr hier die Notrufnummer, aber lasst uns damit in Ruhe! Achso, wir wollen natürlich nur mit den lautesten 20 von euch zusammensein, darum kloppt euch um die Plätze und zeigt uns damit eure Liebe! Vielen Dank, meldet euch schnell zurück! – So der Tenor unserer Ankündigung.

Eigentlich, so dachten wir, ist damit alles klar. Die Menschen wissen, dass wir mit ihnen einfach eine tolle Zeit genießen wollen, dass wir ihnen etwas Schönes zeigen wollen. Was sollte das, wenn der VP- und der Pfadsucher rufen – anderes sein, als ein köstliches Festmahl und ein traumhaft schöner Pfad, der sich in all seiner Pracht zeigt. Das richtige Datum nennen wir ihnen dann, wenn sie sich bei uns melden.

Zumindest war das der Plan. Das ist nun zum vierten Mal in Folge katastrophal schiefgegangen: Im Sommer waren wir bislang immer allein; dafür nehmen die Leute die “Einladung” tatsächlich ernst, kommen Anfang Februar zu uns und wollen sich von uns durch den Dreck ziehen lassen. Wir – vom sozialen Druck nicht unberührt – sind dann natürlich gezwungen, uns irgendwas aus den Fingern zu saugen. Ein Streich – also -, der immer wieder kräftig nach hinten losgeht. Aber (Wie sagte ein guter Freund nochs so schön?) :Konsequenz heißt, auch den Holzweg zu Ende zu gehen.

Das Essen, zumindest, und damit kommen wir zum erfreulichen Teil, haben wir natürlich trotzdem da. Wir sind ja keine Unmenschen. Es ist auch nicht ganz uneigennützig, erlaubt es uns doch, ein wenig unserem gemütlichen Indoor-Hobby, dem Kochen, nachzugehen und auch neue Rezepte auszuprobieren. Dann haben wir wenigstens etwas Spaß an der Sache – beim Kochen und beim Essen.

Eines der neuen Rezepte war dieses Mal ganz besonders simpel: 5 Zutaten, eine Hand voll Minuten Zubereitungszeit und eine Viertelstunde zum Runterkühlen auf dem Balkon, im Kühlschrank oder im Rucksack. Nebenbei habe ich gelernt, wie ich mir selbst einen leckeren Schokoaufstrich mache, der Kakao und Erdnuss vereint. Das Rezept ist also etwas für all die, denen bei der Beschreibung des selbstgemachten Brotes letztes Mal das Wasser im Munde zusammenlief – nicht wegen des Brotes, sondern wegen der Aufstrichkombination von der ich schrieb. Über das Desaster bei der mAMa haben wir ja schon an anderer Stelle berichtet. Hoffen wir einfach, dass beim nächsten Mal niemand kommt und wir einfach direkt essen können.  Damit ihr aber wisst, was manche Menschen sich antun, um an solche selbstgemachten Köstlichkeiten zu kommen, seht ihr hier ein paar Bilder, die ihr in ihrer vollen Pracht bei Flickr anschauen könnt:

 

Über Bäche

…über Böschungen und Wälle…

…durch die Inde…

Durch gefährliches Gelände

Sogar auf den Öcher Läufer*innen-Strich…

… diese Menschen tun wirklich alles für eine Hand voll…

Erdnuss-Schoko-Kügelchen

Ganz einfach:

Zutaten:

  • 300g Erdnussmus (mit Stückchen ist besser als ohne)
  • 4 großzügig gehäufte Esslöffel (Back-)Kakao
  • 100 g Dicksaft (z.B. Agaven- oder Apfeldicksaft)
  • 1 Messerspitze Vanille (nur wenn ihr es fein haben wollt)
  • 75 g (?) gepuffte Hirse oder gepufften Amaranth

Zutun:

  1. Erdnussmus, Kakao, Dicksaft und ggf. Vanille miteinander vermengen.
  2. Euch davon abhalten, das nun alles direkt aufs Brot zu schmieren, euch aber merken, dass ihr das nun machen könntet und damit ganz einfachen dunklen Schokoaufstrich gemacht hättet. Tapfer weiterlesen, weil ihr euren Freund*innen etwas Gutes tun wollt.
  3. Gut 50g der gepufften Hirse oder des gepufften Amaranths mit untermischen.
  4. Aus der Masse kleine Kügelchen formen (gute Häppchengröße: Etwas zwischen Daumen- und Faust-Breite als Durchmesser, ihr könnt euch selbst am besten einschätzen; bei Faust-Breite solltet ihr aber vielleicht die doppelte Menge an Zutaten nehmen.) und diese dann im restlichen gepufften Getreide rollen
  5. Die Kügelchen etwas abkühlen lassen (15 Minuten reichen)
  6. Mit lieben Menschen teilen. 🙂

Tipps:

  • Da hier nichts gebacken wird und auch sonst keine chemischen Hexenwerke ablaufen, könnt ihr mit den Zutaten sehr flexibel sein: Ich habe das Ganze ohne Waage gemacht.
  • Die Kügelchen eignen sich auch gut für unterwegs.
  • Meistens ist mehr Kakao mehr besser. 😉 Ihr solltet damit also großzügig sein. 😉 (Dazu hat der VP-Sucher auch noch eine nette Geschichte auf Lager, aber die wird ein anderes Mal erzählt.)
  • Wenn ihr darauf steht, alles selbst zu machen: Erdnussmus könnt ihr ganz leicht selbst herstellen (ab in den Mörser mit den Erdnüssen und fertig), ebenso wie den Dicksaft. Das Getreide könnt ihr auch leicht selbst aufpuffen lassen. 😉

(Bilder hiervon gibt’s beim nächsten Mal.)

 

Essen – mal wieder was selbst gemacht

Die längste Zeit beim Ultra-Lauf verbringt [der VPSucher], vor dem Lauf in der Küche und nach dem Lauf mit den Resten am Essenstisch… und zwischendurch beim Essen.

Der Pfadsucher und ich sind sicherlich nicht berühmt für unsere Schnelligkeit. Auch sonst sind wir viel am Jammern und der Oecher bezweifelt nach wie vor, dass unsere Witze als solche einzuordnen sind. Also nicht die beste Voraussetzung für das Ultra-Laufen. Eine Sache, mit der wir uns aber ganz gut auskennen ist: Essen. Das können wir und das rettet uns oft genug den Hintern. Das Schöne daran ist: Das meiste von dem, was wir so aus unseren Rucksäcken hervorzaubern, ist selbstgemacht.

Eine Sache, die für mich – wenn wir mal wieder in den frühen Morgenstunden unterwegs sind – unverzichtbar ist, sind ein einfach paar Scheiben Brot. Spätestens wenn nach ein paar Stunden die Sonne aufgeht, naht der zweite (oder fünfzehnte) Hunger. Dann kommen die Häppchen mit Erdnussmus zusammen mit wahlweise Marmelade oder dunkler Schokolade gerade recht und geben mir wieder Kraft für ein paar weitere Kilometer.

Im letzten Jahr bin ich hier über ein einfaches Brotrezept gestolpert, das sich super leicht machen lässt und trotzdem so lecker schmeckt, dass weder ich noch meine Freundin es bislang leid geworden sind. Vielleicht auch, weil es so leicht zu variieren ist.

Schwierigkeitsgrad: Ungefähr so schwierig, wie es ist, Wasser zum Kochen zu bringen.

Zeitaufwand: 5 Minuten Vorbereitung, 1 Stunde Garzeit im Ofen, 5 Minuten Spülen.

Zutaten:

  • 250g Vollkornmehl (Wer es heller mag, nimmt hier auch helles Mehl)
  • 250g Mehl (Wer es dunkler und kompakter mag, nimmt hier auch Vollkornmehl)
  • 20g Salz (Habt ihr euch für Roggenmehl entschieden, tun’s auch 15 g)
  • 50g Leinsamen (Wer unbedingt teures Superfood vom anderen Ende der Welt braucht, nimmt Chia-Samen)
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 50g Sesam
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 450 ml warmes Wasser

Zubereitung:

  1. Den Würfel Hefe zerbröseln und in das warme Wasser rühren.
  2. Eine mittlere Kastenform (Standardgröße) einfetten.
  3. Die trockenen Zutaten in einer großen Schlüssel vermengen, dort eine Kuhle formen.
  4. Den Apfelessig und das Hefewasser in die Kuhle schütten.
  5. Alles vermengen und in die Kastenform füllen.
  6. Die Kastenform in den nicht vorgeheizten Ofen stellen, den Ofen schließen und auf 200 Grad Ober- und Unterhitze regeln. (Schwierigster Schritt, ihr wollt hier nicht den Propeller für Umluft, sondern die beiden parallelen Striche.)
  7. Nach 60 Minuten das Brot erst aus dem Ofen, dann aus der Kastenform holen. (Der Ofen kann dann auch ausgestellt werden.)
  8. Das Brot z.B. auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

Variationen:

Das Mehl und die Körner bieten die einfachste Möglichkeit, sich auszuprobieren: Einfach mal anderes Mehl nehmen, einen Teil (100 g) davon durch Haferflocken ersetzen oder die Sonnenblumenkerne oder den Sesam durch etwas anderes ersetzen. Wenn ihr die Leinsamen ersetzen wollt, ist das ein wenig schwieriger, weil die durch ihre Saugfähigkeit zu der passenden Konsistenz beitragen. Chia-Samen sind ein relativ teurer Ersatz, der noch dazu von weit her angekarrt wird. Aber das hört sich dann natürlich etwas feiner und mehr nach Super-Food an als ‘Leinsamen’. 😉

Brot

Der 13. Rheinsteig-Erlebnislauf: in 8 Tagen 320km von Bonn nach Wiesbaden

Ganz egal, was du dir für das neue Jahr vorgenommen hast: Mehr Ruhe, das erste Mal die Marathonmarke hinter dir lassen, erste Ultra-Trail-Erfahrung sammeln, dich für einen längeren Wettkampf vorbereiten, mehr lecker Essen, eine Woche mit  Gleichgesinnten verbringen, mal einen der schönsten deutschen Wanderwege zu Fuß erkunden, einfach etwas Gutes tun und dem Laufen oder Wandern einen Sinn geben… Der VP-Sucher hat da etwas Feines für dich: den Rheinsteig-Erlebnislauf 2018 in der Woche vor Ostern!

Du hast die Wahl:

  • Alle 8 Tage oder einzelne Etappen
  • In der Gruppe laufen oder wandern

vom 23.03. bis zum 30.3.2018 laufen wir mit euch über den Rheinsteig von Bonn nach Wiesbaden. Quatsch mich nicht voll, ich will mich anmelden!

Der Lauf

Die Idee für diesen Lauf stammt nicht von uns. R(ud)olf und Brigitte Mahlburg haben sich das Ganze ausgedacht. Beide laufen Marathon & mehr und dazu braucht es gesunde Muskeln. Auch wenn wir das bei unseren Läufen oder auch im Alltag oft als selbstverständlich hinnehmen und uns wenig Gedanken darüber machen: Die gesunden Muskeln hat nicht jede*r. Als Rolf und Brigitte von der „aktion benny & co“ hörten, die sich für an der unheilbaren Duchenne-Muskeldystrophie erkrankte Kinder einsetzt, gerieten sie ins grübeln. Sie wollten der Aktion und den betroffenen jungen Menschen mit dem helfen, was sie gut können und damit auch andere motivieren, sich Gedanken zu machen und zu helfen. So entstanden verschiedene Spendenläufe unter dem Motto „Gesunde Muskeln für kranke Muskeln!“. Einer davon ist der Rheinsteig-Erlebnislauf. Von 2006 bis 2017 zeigten sie hunderten Läufer*innen und Wanderer*innen das Rheintal im Laufschritt. Ziel war von Anfang an nicht, möglichst schnell das Tagesziel zu erreichen, sondern Landschaft und Gemeinschaft und natürlich auch das köstliche Essen zu genießen. Unterwegs sammelten sie dabei einen sechsstelligen Betrag für benni & co und gegen die Duchenne-Muskeldystrophie. Mit der 13. Ausgabe haben sie das Staffelholz weitergegeben: Der Öcher, der hier häufiger seinen Senf dazu gibt und den Pfad- und den VP-Sucher zusammengeführt hat, zusammen mit seiner Frau und ich, der VP-Sucher, mit meiner Freundin organisieren inzwischen den Lauf und führen euch über den Rheinsteig. Dabei werden für jeden gelaufenen Kilometer 50 Cent gespendet, die wir für die aktion benni & co sammeln. Diese wiederum hilft an der Duchenne-Muskeldystrophie erkrankten Kindern.

Manchmal sagen Bilder ja mehr als Worte:

Ob einen Tag, ob die ganze Woche, ob wandernd oder laufend: Wir freuen uns darauf, euch auf dem Rheinsteig zu sehen! Je früher ihr euch meldet, desto besser können wir euch noch mit Betten versorgen. 😉

Fragen könnt ihr gerne in den Kommentaren, beim VP-Sucher oder auf der Facebook-Seite loswerden.

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

DMD ist eine unheilbare Erkrankung. Die Diagnose verändert das Leben der Familie nicht nur schlagartig, sondern auch dauerhaft. Der Umgang mit dem geliebten Kind, die Anpassung an die Gesellschaft, die weitere Entwicklung zum Beispiel hinsichtlich der Schulbildung und viele andere Sorgen prägen den Alltag. Im Alter ab acht Jahren sind die von der Muskelschwäche betroffenen Jungen an den Rollstuhl gefesselt.  Weiterführende Infos gibt’s bei der DGM.

aktion benni & co e.V.

setzt sich dafür ein, die Forschung zur Entwicklung von Therapien zu forcieren und die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. Die Aufklärung der Öffentlichkeit sowie die Umsetzung sozialer und psychologischer Projekte für DMD-Familien sind weitere Herausforderungen der Patientenorganisation. Dank Spenden oder Schenkungen kann aktion benni & co e. V. Zukunft für muskelkranke Kinder und Jugendliche möglich  machen.
Weitere Infos: www.benniundco.de

Hin und NEU – wir sind dabei.

Hier hast du einen Wecker. Der ist etwas sicherer als dein Handy. Ich habe ihn für dich auch schon mal auf 04:00 Uhr gestellt.

Warum ich dann etwas merkwürdig gelächelt habe, fragte er lieber nicht.

“Ich will es gar nicht wissen”, meinte er.

04:07 Uhr – pünktlich auf die Minute treffe ich den Pfadsucher irgendwo in Aachen. Wir nicken uns zu. Die Rucksäcke sind gepackt, der NEU kann beginnen. Warum die Startzeit dieses Laufs so merkwürdig gelegt ist? Auch das eine Frage, die besser nicht gestellt wird. Warum die anderen – auch der Vilvo – sich diesen Teil des NEU sparen wollen? Noch so eine Frage. Wir verdrängen sie und freuen uns stattdessen darauf,  nun gemeinsam unterwegs zu sein und bald viele unserer Freunde wiederzusehen, ein paar schöne Stunden mit ihnen zu verbringen.

Wir sind dann mal los, pünktlich um 09:06 wollen wir verschwitzt stinkend, gröhlend und durstig am Anna-Kirmesplatz sein. Dreht ihr euch nochmal um; auch wir versuchen, auf den nächsten paar Kilometern Kraft für die zweite Hälfte des NEU zu tanken, den wir bei diesem herrlichen Wetter in vollen Zügen genießen wollen. Ihr hört von uns!

Mit dem ersten Zug nach Langerwehe

Der Mensch mit dem Rucksack und dem Shirt einer Metalband? Vermutlich ‘noch’.

Die Menschen auf der Bank, die gerade von der Polizei kontrolliert werden? ‘Noch’ – das ist einfach.

Die Familie mit den Koffern? ‘Schon’ – das ist auch einfach.

Der rauchende Mensch vor dem Bahnhof? Sieht nach Arbeitskleidung aus, also vermutlich ‘schon’ – oder es ist der Heimweg nach der Nachtschicht.

Der komische Typ, der mit dem Laufrucksack um die Ecke gehetzt kommt? Der kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. Mit ihm bin ich hier verabredet und wenn nichts schiefgegangen ist, ist die Antwort ganz klar ‘schon’. Es ist Samstagmorgen, 03:25 Uhr – eine laue Sommernacht hier am Aachener Hauptbahnhof. Keine Ahnung, wie das schon wieder passieren konnte…

Wie konnte das nur wieder geschehen … ?

Rückblende.

Freitag, 14:42 Uhr:

Läufst du morgen?

Freitag, 15:07 Uhr:

Nicht-notwendig mit dem LTB. Du kannst also einfach was vorschlagen. 😉

Freitag, 15:38 Uhr:

Ok 0325 am Hbf (50 km) oder 0600 am Treffpunkt (1,5 h + LTB)

Freitag, 16:32 Uhr:

0325 klingt eigentlich zu merkwürdig von der Zeit her, um das
verstreichen zu lassen.

Achso. So waren wir also hierhin gekommen. Alles unter Kontrolle. Also auf in den Zug und ab in den kleinen Erlebnisurlaub. Wir hatten ja keine Vorstellung davon, wie viel wir auf unserer kleinen Reise wirklich erleben würden. Aber – so viel können wir nun mit voller Überzeugung sagen – es hat sich in vollem Umfang gelohnt, mal wieder den Zug zu nehmen.

Von Langerwehe aus ging es direkt zur Karls- und dann zur Laufenburg. Schon bevor wir dann zur Wehebachtalsperre gelangt sind, haben wir drei Mal (fast) Kontakt mit Wildschweinen gehabt (mit absteigender Spektakularität – erst haben wir sie noch gesehen, dann noch gerochen, dann nur die sehr frischen Spuren gesehen) und sind über ein Paar leuchtender Augen im Wald gestolpert.

Die Karlsburg – erbaut im Jahre 1850

Die Laufenburg bei Langerwehe – mittags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr gibt es hier keinen heißen Kakao.

Augen in der Nacht. Bestimmungshilfe erwünscht. Ein Schmetterling, vielleicht aus der Familie der Noctuidae.

Von der Wehebachtalsperre aus konnten wir dann gleich ein kleines Gewässer abhaken. Mit ca. 180 Höhenmetern auf ein paar Kilometern war der Rote Wehebach ein netter – fast unbeabsichtigter Beifang auf dem Biberweg. Von hier aus konnten wir dann – tatsächlich zufällig – auf des Vilvos Spuren entlang des Hustle-Bach-Grabens acht Kilometer lang einem traumhaft schönen Trail folgen – zum Teil sogar als Rur-Kall-Wanderweg ausgeschildert. Wer die Gegend um die Dreilägerbachtalsperre kennt, der weiß: Dort führt kein vernünftiger Weg vorbei an Struffelt oder Eifelsteig.

 

Roter Wehebach, kurz vor der Quelle

Worte haben wir keine guten, um diesen Ausflug zu beschreiben. Bilder können das mitunter besser. Aber auch sie vermögen es nicht, das Gefühl zu beschreiben, mit einem guten Freund die vermeintlich unbequeme Option gewählt zu haben und durch und durch mit einem nachhallenden gemeinsamen Erlebnis belohnt worden zu sein. Es war schön, mal wieder so unterwegs zu sein. Darum ist meine und unsere Empfehlung an euch: Wenn ihr die Wahl habt, nehmt den Trail. Wenn ihr die Wahl habt, nehmt euch jemanden mit. Genießt.

Ziegenbart oder Korallenpilz? Genießbar oder giftig?

Wir sind nicht allein!

 

Hier waren schon vor uns Menschen.

Lass alle Hoffnung, Farn.

Hasselbachgraben, Rur-Kall-Panoramaweg

Asphaltprobe.

Power-Up!

Alle Bilder gibt es – unverzerrt – auch wieder bei Flickr.