20150613_Göhl-Marathon

Die Fluss Göhl als lohnendes Laufprojekt war mir im Frühjahr 2015 auf einer kleinen Aufwärm-Tour zu einem der Halfzwaren von Willem aufgefallen. Damals lagen weite Teile der Flusslandschaft im Dunkeln vor mir, also wurde es wirklich Zeit für eine Tour im Hellen! In der üblichen Zweierbesetzung ging es vom üblichen LTB-Aachen Treffpunkt 6 km die Trails des Aachener Waldes in Richtung Belgien hoch. Die Quelle der Göhl liegt im deutsch/belgischem Grenzgebiet in der Nähe des Grenzübergangs Lichtenbusch. Von dort sind wir dem Fluß auf seinen ersten knapp 20 km durch sowohl belgisches, als auch niederländisches Gebiet gefolgt. Die Maßgabe dabei war die Übliche: möglich die kleinsten Wege und möglichst nah am Fluss. Das was uns dann auf dieser Strecke erwartete waren, neben 3 Stunden Regen, absolut wunderbare Landschaften auf allerbesten Trails. Offene Wiesen mit nur einer ungefähren Ahnung des genauen Wegverlaufs, absolut zugewachsene Trampelpfade, Matschwege am Wasser, alte Bergwerksruinen, verwunschene Wälder, traumhaft schöne Flussbiegungen … Ich weiss nicht viel über Belgien und die Niederlande und kenne sie kaum, aber die Freiheit und Freude die sie einem beim Laufen durch die lockere Auslegung des Begriffs „Privatgelände“ und durch ein absolut einzigartig ausgebautes Netz an Wanderwegen bereiten ist unglaublich! Augen auf und Staunen! Der Rückweg nach Aachen brachte die Tour auf ca. 43 km – ein perfekter Vormittag!Foto 13.06.15 08 49 14 Foto 13.06.15 08 49 19 Foto 13.06.15 08 49 50 Foto 13.06.15 08 50 50 Foto 13.06.15 09 11 56 Foto 13.06.15 09 12 14 Foto 13.06.15 09 41 37 Foto 13.06.15 09 46 48 Foto 13.06.15 10 59 44

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Rechts sehen Sie den Hinweg, über das was links zu sehen ist wollen wir schweigen. Sicherlich war da schonmal jemand vor uns, die Frage ist nur: warum? Es war mal wieder einer dieser unbezahlbaren Momente auf dem ähh naja „Trail“!

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RöX (09.05.2015), RuA (14.05.2015) & der Schokokuchen

20150509_RöX (Röntgenlauf bei Nacht) / 55 km

Es war schon eine lustige Truppe, die sich am 09.05.2015 um 20 Uhr in Remscheid versammelte. Stefan Jung hatte eingeladen, den Röntgenlauf einfach mal nachts abzulaufen (RöX = Röntgenlauf Extrem ;)) – so zum Spaß! Was dann in den folgenden gut 7 Stunden passierte, war wieder mal Lauferei vom Allerfeinsten: es wurde sehr viel gelacht, gefühlte 5000 Läufe in 2015 besprochen und teilweise war soviel Zug drin an der Spitze, dass einige Freundschaften beinahe dauerhaft darunter gelitten hätte. Die im Wald versteckte Kiste bei KM30 war eine perfekte Verpflegung mit allerlei leckeren Sachen und hat mir sehr geholfen. Insgesamt ein für mich doch recht schwerer Lauf – irgendwie wollten die Beine in dieser Nacht nicht ganz so wie gewohnt. Trotzdem ein perfekter Lauf mit super Leuten! Vielen Dank an den Organisator für die Realisierung und vor allem für das Bengalo auf dem Parkplatz im Ziel – ein sehr stimmungsvolles Ende einer schönen Laufnacht!

20150514_Rund um Aachen 2015 / 63 km

Das Gefühl der Erschöpfung war schon vor dem Lauf irgendwie präsent. Vielleicht war ich doch nicht ganz fit? Egal, Dieter vom Bahnhof abholen, dann schön zum Waldstadion joggen, sich bei Karin anmelden und schon ging´s los. Rund um Aachen war vor 2 Jahren mein erster Lauf über der Marathondistanz und hat daher einen romantischen Stellenwert im Laufkalender. Nett, familiär und mit der ständigen Möglichkeit auszusteigen zieht Rund um Aachen immer eine sehr interessante Mischung von Läufern an. Die erfahrenen Langstreckler genauso wie die Neulinge. Das macht besonders viel Freude. Natürlich wollte ich nach 2013, 2014 auch 2015 wieder die volle Distanz hinter mich bringen und so die Serie weiterführen. Ob der ständigen und liebevollen Verpflegung fällt das Vorankommen bei RuA traditionell sehr leicht – es sind meist nur 5 km bis zum nächsten Keks. Trotz all der schönen Eindrücke und der sehr schönen Strecke wollte der Körper ab km 45 einfach nicht mehr. Die Beine unsäglich müde und ständige Übelkeit – das Laufen wurde immer schwerer. Dazu noch die Verlockung an jedem VP einfach im Auto sitzen bleiben zu können und dann sofort Ruhe zu haben … Da mir eh nicht nach essen war habe ich an den letzten VPs die Zeit zum Sitzen genutzt und mich mit der Frage beschäftigt: aufgeben oder nicht? Warum ich letztlich weiter gelaufen bin kann ich nicht wirklich sagen. Irgendwie meinte der Kopf: ankommen wär schon irgendwie wichtig! Auch wenn ich die letzten 15 km nicht wirklich geniessen konnte, den leckeren Schokokuchen bei KM 59 nicht essen konnte war ich doch sehr froh mich dann doch ins Ziel geschleppt zu haben. Die Serie ist doch nicht gerissen. Nach dem Duschen war die Übelkeit dann auch soweit weg, das wir doch noch einen Familienausflug zum traditionellen Essen nach RuA in der Waldschenke unternommen haben. Ein wie immer sehr schöner Abschluss eines heute sehr sehr harten Laufs. Es gibt wohl solche und solche Tage… Als krönender Abschluss hat Maren mir noch ein Stück des Kuchens aufgehoben, den ich vorher verpasst hatte. Vielen Dank dafür wie auch Karin + Familie und Maren für die super Betreuung unterwegs. Bis nächstes Jahr!

Was hier natürlich noch fehlt ist das Rezept vom Schokokuchen:

BaHAMaS Schokokuchen (BAckt Heute Alle MArens Superschlemmer Schokokuchen)

Zutaten:
150 g Zartbitterschokolade
250 g Margarine (z.B. Alsana)
250 g Zucker
20 g Vanillezucker
3 EL Sojamehl
6 EL (Leitungs-)Wasser
300 g Mehl
1 Päck. Backpulver
1 Prise Salz
100 ml Hafermilch
ca. 7 EL Kakaopulver (nach Belieben auch mehr möglich 😉 )
50 ml Espresso

Zubereitung:
1. Schmelze die Zartbitterschokolade (z. B. im Wasserbad oder in der
Mikrowelle). Anschließend (nicht weiter erhitzen) lasse die Margarine
unter Rühren in der Schokolade schmelzen. Ist die Masse etwas abgekühlt,
schlage sie mit dem Mixer schaumig auf. Füge den Zucker und den
Vanillezucker hinzu und rühre auch diese Masse schaumig auf.
2. Vermenge das Sojamehl und das Wasser zu einer glatten Masse. Rühre es
anschließend unter die unter 1. erzeugte Masse.
3. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Löffelweise und abwechselnd mit
der Hafermilch unter die in 2. erzeugte Masse rühren.
4. Rühre nun das Kakaopulver in die in 3. erzeugte Masse ein.
5. Teile den Teig etwa gleichmäßig auf. In eine Hälfte wird der Espresso
eingerührt.
6. Fülle den beide Teige nacheinander in eine (26er-)Springform und
ziehe mit einer Gabel Marmormuster in den Teig.
7. Backe den Kuchen bei 180°C etwa 50 Minuten.
8. Lasse den Kuchen kurz auskühlen, damit du dich nicht verbrennst, und
vernasche ihn anschließend. Falls Gäste eingeladen waren, für die der
Kuchen gedacht war, beginne wieder mit Schritt 1 😉

Vielen Dank für das Rezept (Björn) und das Backen (Maren)!

Ein Shirt lag im Schrank!

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Hier mein Beitrag zum nie aufgerufenen und ausgelobten TTdR Shört Contest!

Die Geschichte meines TTdR-Shirts ist eine Traurige. Anfang 2014 gelangte es in meinen Besitz als Präsent von Helmut an seine angedachten Supporter für die TTdR2014. Mit Freude habe ich es damals entgegen genommen und mich auf den Support gefreut. Leider verletzte sich Helmut und musste seine Teilnahme absagen. Meinen Support habe ich dann Henk zur Verfügung gestellt. So schön es auch war dabei sein zu können und irgendwie zu versuchen zu helfen, so schwierig war es auch zu sehen, wie Henk an diesem Tag seine Träume nicht verwirklichen konnte. Was genau passiert ist lest ihr hier! Seit der TTdR2014 hat sich vieles getan. Die Läufe wurden länger, die Grenze des Möglichen hat sich immer weiter verschoben. Nur ein Shirt hat das alles nicht mitbekommen. Es lag meist weit unten im Stapel – irgendwie fühlte es sich komisch an sich mit diesem Lauf und diesen Distanzen zu schmücken. Es war dann schon ein sehr besonderes Gefühl als Jens heute die Einladung zur TTdR2016 für die 100 Meilen geschickt hat. Irgendwie die Krönung der letzten beiden Jahre. Selber auf eine der drei Strecken zu dürfen, die Ruhr entlanglaufen zu können wo meine persönlichen Lauferei 2007 in Herdecke begonnen hat und dann auch noch (so sieht es momentan aus) von ganz vielen lieben Läufern supported zu werden, die die letzten Jahre geprägt haben – fantastisch! Ich freue mich schon jetzt sehr auf 2016 – danke Jens für die Chance! Gerade war ich laufen und irgendwie war das Shirt das ich anhatte ziemlich schwarz…

20150502_WHEW100

„Ja, mir san mit’m Radl da“

Die Idee Stand schon länger im Raum. Dieter und ich hatten uns bei einem unser seltenen Treffen Anfang 2015 für den WHEW100 entschieden. 100 km Run&Bike. Das hörte sich für uns beide schon nach einer sehr lustigen und reizvollen Idee an. Am 02.05.15 war es dann soweit. Treffen um 0600 in Wuppertal in einem wunderschönen alten Bahnhof. Die üblichen Vorbereitung – die Hälfte der Läufer stellte sich noch sehr schlafend. Um 0700 Uhr ging es los. Ca. 70 Einzelstarter über die 100, ein paar 2er oder 4er Staffeln sowie 12 Run&Bike-Teams. Die Regeln des Run&Bike waren denkbar einfach. Zusammenbleiben und wechseln nach Belieben. Dieter bediente die ersten 12 km und ich habe wohl selten mehr auf einem Fahrrad gefroren als während dieser Zeit. Direkt nach dem Wechsel begegneten wir Anja und Andre, einem der weiteren Run&Bike Teams. Eine sehr glückliche Fügung wie sich noch herausstellen sollte. Auf den kommenden 50 km waren wir dann tatsächlich sowas wie ein 4er Team. Nicht die ganze Zeit zusammen, aber doch weite Teile. Was gibt es schöneres als neue Leute kennen zu lernen, sich über schöne Läufe zu unterhalten und so die km einfach km sein lassen zu können. Es hat sehr großen Spaß gemacht diesen Weg zu teilen (vielen Dank an Verena Liebers für das tolle Foto).

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Unterwegs war es die übliche Mischung aus Essen, Laufen, Quatschen und Fahrradfahren. Das einzig wirklich brutale waren die Wechsel vom Rad zurück auf den Boden. Es dauert immer ein paar hundert Meter bis es sich wieder wie Beine anfühlte. Bei km 60 kam die Trennung von Anja und Andre weil die Geschwindigkeit nicht ganz passte. Ab da fing dann auf einmal die Träumerei so richtig an. In dem Tempo wäre es theoretisch möglich die 9 Stunden zu unterbieten. Wenn auch sehr knapp, auf einer Strecke die erstmal 13 km nur hoch ging … Dieter und ich haben immer mal wieder drüber nachgedacht und dann ohne viel zu entscheiden angefangen schneller zu laufen. Es folgten 40 sehr harte km. Beide waren wir während der Laufpassagen eher Richtung Anschlag unterwegs und haben versucht auf dem Rad halbwegs zu regenerieren. Die Uhrzeit wurde auch immer wichtiger. Mal ein wenig rechnen obs noch geht :). Es wurde langsam immer wahrscheinlicher und bei km 80 waren wir uns relativ sicher. Blöd, das noch ein welliges Stück an der Strasse auf uns wartete bis es dann endlich kurz vor km 95 wieder auf die Bahntrasse ging. Breiter und perfekter Asphalt. Bis dahin hatten wir auf den letzten 30 km immer weiter Run&Bike Staffeln eingesammelt und waren uns auch irgendwie bewusst, dass es Richtung Treppchen gehen könnte. Völlig entkräftet wechselten wir bei 94,5 und 97 km noch zweimal auf diesem Teilstück. Die letzte VP bei km 95,5 führte Buch. Platz 8 gesamt (konnte also nicht soweit hinten beim Run&Bike sein). Das setzte die letzten Kräfte frei. Der Blick auf die Zeitnahme 200 m vorm Ziel war dann die Befreiung. Das Rad schiebend überquerten wir nach 08:53:18 die Ziellinie. Absolut kaputt aber mehr als zufrieden trifft es wohl am Besten. Insgesamt auch noch Platz 2 der Run&Biker. Entspannen, alle anderen beglückwünschen die ins Ziel kommen, rauf aufs Treppchen und dann nach Hause. Insgesamt eine perfekt organisierte und wunderschöne Veranstaltung. Ich glaub ich nehme jetzt immer einen Mitläufer und ein Rad mit wenn ich 100 km laufe. Man spart doch relativ viel Zeit ;)!

WHEW

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Das war dann also der erste 100 km Lauf. Ein Tag danach halten sich die Nachwirkungen tatsächlich in Grenzen. Das erste mal 100 km zu finishen fühlt sich schon besonders an. Und dann auch noch auf dieser wunderbaren Strecke. Es ist alles dabei: Enorm viele und schwerer Singeltrails, wunderbare Passagen an Bächen und Flüssen, traumhafte Wälder, absolut unnötige und schwere Anstiege, Wege voller Steine oder Wurzeln – alles was das Herz begehrt. Insgesamt gehört die Strecke mit ihren 2500 hm sicherlich zu den schwersten in den Niederlanden. Die äußeren Bedingungen waren perfekt, seit Tagen kein Regen (alles was sonst im Schlamm untergeht war gut zu laufen), nicht zu kalt und bis auf die Mittagszeit auch nicht zu warm und dabei 11 h Sonne (nach einem absolut gigantischen Sonnenaufgang nach der ersten Stunde):

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Das eigentlich erstaunlich neben der perfekten Betreuung, Unterstützung und Verpflegung war die Tatsache, dass sowohl Björn als auch ich keinerlei Probleme hatten (vielleicht bis auf die Tatsache, dass wir Angst hatten Björns Schuhe könnten sich in zwei Teile teilen). Es lief einfach. Die Geschwindigkeit war perfekt, jede Tempovariation ging von uns beiden aus und die Vernunft hat uns davon abgehalten zu früh zu viel Energie zu verschwenden. 100 km nebeneinander herlaufen zu können und dabei beide genau richtig belastet zu werden ist sicherlich ein großes Geschenk. So waren wir immer zu zweit, haben gerechnet, gescherzt, gelacht, geschwiegen und so 9 schöne 10 km Läufe und zwei wunderbare 5 km Läufe genossen. Dazwischen immer schön was essen und trinken – so gingen die 12 Stunden recht problemlos vorbei. Perfekt war dann irgendwie auch, dass meine Garmin den 100. km bei genau 11:59 h ausgerufen hat (eine Grenze über die wir immer mal wieder diskutiert hatten unterwegs). Ein Moment des Glücks und der Erleichterung. Die Erschöpfung war kurz unwichtig. Nach meiner Uhr war Willems Strecke 102 km lang, er selbst hat sie mit 101 km ausgeschrieben, die gewerteten 100 km waren für Björn und mich nach 12 Stunden und 14 Minuten vorbei. Die Glückwünsche von Willem, Henk an der Zeitnahme – perfekter geht es nicht. Damit ist der nächste Schritt Richtung lang getan. Es wird immer gesagt, der erste 100 km-Lauf bleibt in Erinnerung. Das wird er sicher! Auch wegen all der schönen Momente, aber vor allem aufgrund des Gefühls das da noch mehr geht. Tim und Struppi können und wollen zusammen noch viele Abenteuer erleben ;)!

Ein Großer Dank an Willem, Annemarie, Henk und all die anderen Helfer. Ohne euren Support und euren Einsatz können und wollen wir das nicht tun!

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Sonnenaufgänge

Es ist doch sehr kalt draussen. Eigentlich eine blöde Idee, das Bett so früh zu verlassen. Und das alles nur um vor der Arbeit noch ein paar KM abzureissen. Der Himmel ist außergewöhnlich klar und ruhig – die Dämmerung schon in vollem Gange. Die schlafende Stadt schält sich langsam aus dem eintönigen Schwarz. Alles wirkt leer, kalt und einsam. Zeit sich der Natur zuzuwenden und vor der grauen Stadt zu fliehen.

Die ersten Berge im Wald , unzählige singende Vögel. Jeder hat im Wald so seine Lieblingsstrecken. Bei der Streckenplanung vom Vorabend ist mehr oder weniger durch Zufall die Entscheidung auf den Trail am Waldrand gefallen. Und dann passiert es. Genau in dem Moment wo der höchste Punkt des Waldes genommen ist und sich eben dieser Trail vor die Füße legt, geht die Sonne auf. Rot und riesig. Wir sind zu zweit unterwegs an diesem morgen und sofort verstummt unser Gespräch. Die nächsten Minuten wird einfach nur gelaufen, geschwiegen und genossen. Der wunderbare Weg und im Osten ein unglaublicher Sonnenaufgang. Es braucht keine Worte in diesen Momenten. Alles scheint von selbst zu gehen, das Laufen fühlt sich so natürlich und leicht an, dass es absolut keine Mühe bereitet und nur aus Spaß zu bestehen scheint. Nach einiger Zeit knickt unser Weg nach Westen ab, die Sonne ist nun im Rücken und der Wald vor unseren Augen. Die Stämme der Bäume leuchten blutrot und alles andere erscheint plötzlich unwichtig und klein.

Es ist die Kraft dieser Momente, diese Sprachlosigkeit vor den Wundern der Natur, die alles andere zwar unwichtig und klein erscheinen lässt, es damit aber nicht abwertet sondern es im Gegenteil dadurch erst wunderschön und vollkommen macht.

Frohes Neues!

Ein frohes neues Jahr 2015 euch allen. Meins hat gut angefangen: 6 Tage Roclite 295 und schon 80 km damit unterwegs gewesen. Macht Spaß und ich denke der Schuh fühlt sich mittlerweile einigermaßen zu Hause. Sieht jedenfalls noch aus wie neu ;)!

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Das Jahr ist auch noch neu – macht was draus! Ab nach draussen: ist schön da!

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Mit Trailschuhen wäre das nicht passiert…

Endlich Trailschuhe! Heute beim Vilvo gewesen und mir schöne neue Roclite 295 von Inov-8 und den RacePro 10 Trinkrucksack ebenfalls von Inov-8 zugelegt. Besonders die Schuhe lagen mir schon lange am Herzen. Den ersten 23 km-Test auf spannenden und schneeglatten Singletrails haben sie auch schon mit bravour hinter sich gebracht. Wunderbares Gefühl ins Nichts zu treten und doch Halt zu haben. Stefan hat natürlich nicht ausreichend vor den Gefahren gewarnt, die mit Trailschuhen einhergehen: so verliebt in das neue Laufgefühl vergisst man den Blick auf den GPS-Track und ist dann gezwungen sich mitten durch den verschneiten Wald zu schlagen… Hätte nur noch gefehlt das wir uns so verlaufen hätten, dass ich gezwungen gewesen wäre Schnee in der Trinkblase zu schmelzen. So schlimm wurde es dann doch nicht. Jedenfalls stünde jetzt auch Abendteuern wie 85 km im Winter auf Trails durch die Nacht ohne Support nichts mehr im Wege. Aber wer würde sowas schon tun…

Inov-8 hatte schon ein gutes Gefühl beim verpacken der Schuhe, wie die Innenseite des Kartons beweist:

 

Inov-8

Post it notes – 11 Fragen an den Läufer

Vielen Dank an neckarine für die Aufgabe ein paar Fragen übers Laufen zu beantworten. Generell bin ich nicht der größte Fan solcher Spielchen aber bei solch netten Fragen… Ich entschuldige mich dafür, dass ich das Spiel unterbreche – ich kenne einfach nicht genug bloggenden Läufer die ich weiter befragen könnte um damit diesem Kettenbrief gerecht zu werden. Da mich gerade eine hartnäckige Erkältung vom Laufen abhält bleibt etwas Zeit für die Antworten!

1. Auf was hast Du nach einem langen Lauf am meisten Gelüste?

  • Essenstechnisch am liebsten was richtig salziges: Chips oder Salzstangen sind ganz vorne mit dabei! Sonst ist es nach den so geliebten Trailläufen unabdingbar geworden direkt zu duschen – wahlweise am besten direkt mit den Schuhen 😉

2. Gibt es ein Gear-Gadget, das Dich bereits seit Jahren treu begleitet und wenn ja – welches?

  • Meine geliebte Garmin Forerunner 305 hat mich dieses Jahr nach 4 treuen Jahren und fast 10000 km dieses Jahr leider verlassen. Ihr Nachfolger ist nicht schlecht, ein bisschen Wehmut ist dennoch da.

3. Warum bloggst Du über Deine Lauferei?

  • Nachdem es mir seit 2013 zur Gewohnheit geworden ist Laufberichte zu schreiben, hat es mich gereizt eine Plattform zu haben wo ich dieselben gesammelt und in schöner Form jederzeit abrufbar hab.

4. Hast Du ein dogmatisches Ritual vor einem Wettkampf?

  • Eigentlich nicht! Ich gehe nochmal kurz im Kopf durch ob es wohl gut gehen wird, merke dann, dass das wenig Sinn macht und laufe los!

5. Wieviele Kilometer läufst Du so im Jahr?

  • Zwischen 3000 und 4000!

6. Welches wird Dein Highlight 2015 sein?

  • Vom Namen her der K78 – aber es werden wohl wieder die Gruppenläufe werden, die das Laufen auch 2015 wieder zu etwas Wunderbarem machen werden.

7. Gibt es einen Berg, an dem Du Dir bisher läuferisch vergeblich die Zähne ausgebissen hast und den Du unbedingt bezwingen willst?

  • Ich war erst zweimal richtig in den Bergen – zweimal war es die Jungfrau. Beide Male hat es zumindest bis oben gereicht. Mal sehen was da noch so kommt…

8. Was motiviert Dich zum Laufen?

9. Ist Dehnen und Black Roll ein fester Bestandteil Deiner Regeneration?

  • Leider nicht – vielleicht wär das ein guter Vorsatz fürs nächste Jahr?!

10. Hast Du ein Trailrevier, das Du von Deiner Haustüre weg laufen kannst oder bist Du auf Anfahrt angewiesen?

  • Es sind ziemlich genau 3 km Asphalt, dann ist man im Aachener Wald auf Trampelpfaden, die schöner nicht sein könnten. Groß genug für stundenlangen Spaß ist er auch. Am Ende muss man lediglich die 3 km zurück durch die Zivilisation.

11. Trainierst Du nach Plan oder mehr nach Lust und Laune?

  • Definitiv nach Lust und Laune!