Save the date: 02.02.2019 – mAMa 2019

Etwas später als gewohnt geht heimlich, still und leise eine Seite online:

02.02.2019 – mAMa #5

Entweder ihr wisst bereits worum es sich handelt oder ihr wollt es lieber nicht so genau wissen. So oder so – die einzige Chance auf Teilnahme gibt es per Mail an uns!

Winterlauf 2017

Wir müssen diesen Trail am Fluss sicher schon ein dutzend Mal zusammen gelaufen sein. Wir kennen und schätzen ihn beide sehr. Und dann passiert es. Vielleicht lag es daran, dass wir, unerklärlicher Weise, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den gleichen Trail entlanggestiefelt sind; vielleicht auch daran, dass zarter Graupel den Boden genau so bedeckt hatte, dass die sonst verborgenen Pfade ob ihrer leicht dunkleren Farbe sichtbarer werden oder aber es lag daran, dass der erschöpfte Körper dem Kopf ein paar hübsche, aber nicht reale Bilder zum Zeitvertreib gesendet hat: da war er. Links vom Trail ging ein kleinerer Pfad den Abhang runter und endete im … Aber da war noch mehr: genau dahinter begann eine der vielen in den Wald geschlagenen Schneisen. Sogar in die richtige Richtung zeigend…

Ich meine: was hättet ihr getan?

ATG Winterlauf Aachen 2017 Inde Trail Pfadsucher

Auch in diesem Jahr lässt sich der Winterlauf (Aachen´s härtester Winterlangstrecken-lauf) in zwei Phasen teilen. Auf den ersten knapp 30 km ist die Strecke sehr abwechslungsreich und teilweise abenteuerlich. Da wird auch ständig varriiert – manchmal scheint es fast spontan und „live“ wie das Rennen geleitet wird. Die Strecke ist aber so schön, dass man komischer Weise nie jemanden der anderen mehreren hundert Starter trifft.

Vor den letzten 18 km ist ein Bruch im Rennen. Man hat eine Art Sammelpunkt erreicht, kann an seine Dropbacks und sich mit einer Zusatzschicht Kleidung (irgendwie immer rot/weiss) und einem frischen Sack Verpflegung ausstatten. Bitter nötig für die oft heiss/kalten, verschwitz/klebrig/fusseligen letzten 18 km. Dafür ist der Support einmalig und um Längen besser als auf dem ersten Abschnitt.

Ist das Ziel erst erschöpft erreicht stellt man meist fest: es gibt einfachere 50 km-Strecken und sehr viel einfachere Bedingungen. Wir werden echt zu alt für den Mist :).

Einladung: Mermaid-Marathon

Ursprünglich ob des Namens im Dauerregen geplant, gibt es jetzt eine vermutlich regenfreie Ausgabe – dafür im Dunkeln. Es geht wieder an einen Fluss. Diesmal eher an einen Bach – den Merzbach.

Die Bedingungen des Flusslaufens sind ja fast schon historisch gewachsen: wir fahren mit dem letzten Zug (dieses Mal müsste man korrekterweise sagen: mit der letzten zumutbaren Kombination an Zügen) nach Linnich, wo der Merzbach in die Rur mündet. Dann gehts munter flussauf, bis der Merzbach nach ca. 31 km in der Nähe von Sankt Jöris irgendwo an der A4 aus einem Teich entspringt (laut Karte). Klingt extrem romantisch, oder?

Immerhin hat der Bach einen Wiki-Eintrag! Da steht das alles auch noch einmal viel besser beschrieben.

Da es nachts irgendwie blöd ist im Nichts stehen zu bleiben laufen wir bis Aachen weiter. Sind dann bis Burtscheid/HBF ca. 45 km. Und das Beste ist: wir machen das an einem Mittwoch vor einem Feiertags-Donnerstag. Besser gehts nicht.

Ihr seid alle herzlichst eingeladen. Besonders für Aachener/Dürener/Rund-um-Aachener ein wunderbares Angebot. Und hier kommen schon die Daten:

  • Datum: Mittwoch 14.06.2017
  • Startzeit in Linnich: 22 Uhr
  • Abfahrt Aachen HBF: 20:51 Gleis 2 (Treffen 20:40), Abfahrt Düren: 21:21 Gleis 23
  • Laufzeit: ca. 6-7 Stunden (bis ca. 04/05:00) für 45 km
  • Laufstrecke: hier!
  • Verpflegung: keine (jede*r is(s)t, was sie*er tragen kann)
  • Art der Veranstaltung: privater Gruppenlauf. Keine Haftung, keine Hoffnung, keine Kosten, keine Kompromisse 🙂
  • Was brauche ich?: genug Lumen nach persönlichem Geschmack, wenig Humor, nen Rucksack mit Wasser und Essen für eine laue Sommernacht und 6-7 Stunden Laufen ohne Support (tiefste Temperatur = 15°C).
  • Alles klar ich bin dabei: meld Dich kurz per Mail an: info.pfadsucher@posteo.de
  • Sonstiges: Bei einer Anreise aus der Ferne empfehlen wir die Anreise per Fahrrad/Auto nach Aachen. Feiertags um 04:00 Uhr morgens wird die Abreise sonst kompliziert. Oder wir vertreiben uns die zwei Stunden bis 06:00 Uhr noch im Aachener Wald bis die ersten Züge fahren ;)!

Startliste:

  1. VPsucher
  2. Pfadsucher
  3. Beri + Begleitung
  4. Beri + Begleitung
  5. Inga

Der Tag danach – Abschied vom Leistungssport

Liebe Freunde, liebe Fans, lieber DLV, lieber DOSB,

es tut uns leid! Einen Tag nach dem vermeintlichen Saisonhöhepunkt lastet die Enttäuschung noch schwer auf unseren Schultern. Auch wir waren von den Ergebnissen der Raerun-Olympiade geschockt. Daher möchten nun mit einem Tag Abstand mit diesem Statement endlich Klarheit schaffen. Die Klarheit, die Ihr alle so schmerzlich vermisst habt in letzter Zeit. Wir haben uns entschlossen, auch um gegenüber unseren Sponsoren keine falschen Versprechungen mehr machen zu müssen, nun offen über die Probleme zu reden.

Am Tag nach der Raerun-Olympiade bleibt uns nur noch eins: absolute Leere. Beide letzter in der jeweiligen Altersklasse, das habt Ihr Euch und auch wir uns sicher anders vorgestellt. Wir wollten damit den Monschau Ultra 2016 zu einem Teil vergessen machen, aber die Luft ist raus. Eben jener Monschau Ultra 2016, der der Höhepunkt unserer Karrieren hätte werden sollen, nun ist er das Ende.

Nach letztem Jahr, in dem es ganz gut lief, haperte es dieses Jahr ja schon an der Vorbereitung: Im Frühjahr hechelten wir bei Vilvo ein wenig hinterher und die Strecke kam uns schwerer vor als sonst, die Konkurrenz frischer. Dann beim ersten wirklichen Test, auf der mAMa-Strecke sind wir deutlich langsamer als im Vorjahr gewesen. In Limburg ist der VP-Sucher mehr als eine Stunde langsamer durchgekommen als im Vorjahr; den 24h-Lauf hat er nach 21,5h, als noch alles nach einer Traumzeit aussah und wir endlich Hoffnung schöpften, aufgeben müssen. Die Leistung vom Pfadsucher war noch erschreckender. Zum Limburg Zwaarste trat er noch nicht einmal mehr an. Auch der letzte verzweifelte Versuch durch einen radikalen Wechsel vom hügeligen Trail auf den abschüssigen Asphalt im Mai 2016 führte ebenfalls zu bestenfalls mittelmäßigen Resultaten. Auch das Trainingslager in fremden Ländern (Belgien), mit komischen Sprachen und sehr erfahrenen Läufern hat nichts gebracht. Bei uns steckte einfach die Wurm drin.

Jetzt in Monschau haben wir uns auf unserer Heimatstrecke um zwei Stunden verschlechtert, und das gerade in der Saisonphase, in der es Goldmedallien regnen sollte. Wir haben dann den Versuch unternommen, diesen herben Rückschlag wegzustecken und wenigstens beim Raerun 2016 auf der kurzen Distanz etwas zu reißen: Hier hatten wir schließlich trainiert, unsere mAMa hat uns schon die Strecke gezeigt und wir hatten eine persönliche Pacemakerin dabei, die uns an unsere Vorjahresleistungen heranziehen sollte.

Aber beide sind wir als letzte unserer Altersklasse ins Ziel gekommen und der Deutsche Leichtathletikverband war… sagen wir, nicht gerade euphorisch angetan von unseren Ergebnissen. Als wär das noch nicht genug, haben sich auch die bekannten und geliebten Pfade sehr verändert. Trocken, geradezu ausgedörrt und vernachlässigt.

28878780390_d4de339009_kPassend zum Gesamtbild… Wir sind da ganz schön in die Sch… gesprungen. (Leider kein Bild.)

Das soll es dann gewesen sein. Das Vertrauen in unsere Leistungen ist vollständig abhanden gekommen, der Zenit ist weit überschritten, der Lack ist ab. Wir haben alles versucht, sogar neues Equipment wurde angewendet. Woran es letztlich lag, können wir nicht wirklich festmachen.

Wir werden aber die Zeichen nicht länger ignorieren und ziehen uns aus dem Spitzensport zurück und verstecken uns lieber im Wald.

Diese Olympiade wird unsere letzte als Leistungssportler gewesen sein.

Wir möchten hiermit danke sagen für die überragende Unterstützung während der guten alten Zeit. Zuletzt sind wir aber vermehrt auf unseren desolaten und unsauberen Zustand aufmerksam gemacht worden (teils sogar während der Wettkämpfe). Die Zeit, während der wir lächelnd Hand in Hand ins Ziel eingelaufen sind, sind lange vorbei. Bei unserem Trainerstab, den Betreuern, den Förderern, dem DLV und dem DOSB möchten wir uns nochmals entschuldigen.

Ob und wie es weitergehen kann – wer weiß das schon. Wir möchten uns mit diesem Ende unserer Karrieren die Zeit geben, mit wachem VerStunt über die mindestens 100 Sachen nachzudenken, die falsch gelaufen sind. Wir werden nicht mehr für Deutschland starten und machen stärkeren Athleten platz. Vielleicht werden wir nur noch dort laufen gehen können, wo sonst die Wildkatzen jagen – aber dort sind wir dann vielleicht endlich wieder frei von allen Zwängen.

Wurmkur – mit dem letzten Zug nach Heinsberg

Die Angewohnheit von uns den letzten Bus oder Zug irgendwo hin zu nehmen hat einen entscheidenden Fehler: man kommt nicht mehr zurück. Es ist ein eigenartige Gefühl. Um uns herum das Freitagsabend-Publikum: angetrunken, müde, aufgedreht, aggressiv, abweisend. Navigation anwerfen, Stirnlampe auf. Ab durch Heinsberg. Viel ist schon menschenleer, auf der Straße neben einem Campingplatz dann plötzlich Polizei und ein Menschenauflauf: vielleicht ein Pokémon? Kurz fragen wir uns, ob sich nicht Geld damit verdienen ließe an den entlegendsten Stellen da draußen die Pokémons für die etwas Lauffauleren einzusammeln? Dann sind wir aus dem inneren Stadtgebiet von Heinsberg raus und schauen uns kurz die Mündung der Wurm an. Die Wurm schließt sich der Rur an und soll von nun an flussaufwärts unseren Weg nach Aachen vorgeben. Es ist kurz nach 0 Uhr, die Wurm mit ihren ca. 60 km wartet – unser 3. gemeinsamer Fluß nach Göhl und Inde im letzten Jahr. Die Regeln des Flußlaufens sind brutal wie einfach: Nur wenn Quelle und Mündung (in einer bevorzugt Ausführungsform in der umgekehrten Richtung) verbunden wurden und die Strecke so nah wie möglich am Fluß verlief, zählts.

Das Laufen bei Nacht hat einen besonderen Charm, auch wenn der ganz große Nervenkitzel mittlerweile fehlt. Selbst wenn die eine Stirnlampe den Geist aufgibt, selbst wenn der Track dann doch zwischendrin aus wegen besteht die es nicht/nicht mehr gibt (oh Wunder!) und selbst wenn es nur gelingt von einer der Kläranlagen unterwegs ein Foto zu machen – nichts was wirklich aus der Bahn wirft. Gut, dass an einen Stellen die Vernunft siegte (das mit Gittern versperrte Industriegelände, auf dem der Wachmann schon unterwegs zu uns war), so konnte sie an anderen Stellen getrost ignoriert werden (die Böschung, die Bahngleise, die zweite Böschung, der abgesperrte Wanderweg).

Es bleibt erstaunlich, wie schnell ein Tief kommen kann. Zwischen 4 und 5 war absolut Ende beim Pfadsucher. Erst mit der Dämmerung kam ganz langsam die Erlösung. Der Kopf bleibt einfach der härteste Gegner. Vielleicht wird es irgendwann leichter wenn der Kopf immer und immer wieder besiegt wird. Vermutlich liefe es sich auch etwas leichter, wenn das Drumherum etwas ruhiger werden würde…

Das Schöne an der Wurm ist, dass sie direkt in den Aachener Wald führt. Natürlich waren es unsinnige Meter hoch am Ende, natürlich war keine sichtbare Quelle auszumachen. Doch immerhin – ein Ziel im noch ruhigen Wald an einem Samstag morgen ist nicht schlecht. Insgesamt 70 km in den Beinen – wer weiß wofür das noch gut sein könnte.

„Laufen ist kein Sport, es ist eine Art zu Reisen.“ – Jan Knippenberg

Hier gibt es die vollständige Fotosammlung.

Der plötzliche Spazierlauf

Wenn man sich am Abend endgültig entschlossen zu haben scheint, zu Hause zu bleiben, die Trailschuhe ins Schuhregal gestellt hat, nach dem Nachtmahl beim beleuchteten Tische sitzt und jene Arbeit oder jenes Spiel vorgenommen hat, nach dessen Beendigung man gewohnheitsgemäß schlafen geht, wenn draußen ein unfreundliches Wetter ist, welches das Zuhausebleiben selbstverständlich macht oder man am Tag zuvor die TorTour gelaufen ist, wenn man auch jetzt schon so lange bei Tisch stillgehalten hat, dass das Weggehen allgemeines Erstaunen hervorrufen müsste, wenn nun auch schon das Treppenhaus dunkel und der Lieblingstrail gesperrt ist, und wenn man nun trotz alledem in einem plötzlichen Unbehagen aufsteht, die Schuhe wechselt, sofort waldschratmäßig angezogen erscheint, weggehen zu müssen erklärt, es nach kurzem Abschied auch tut, je nach der Schnelligkeit, mit der man die Treppe runterspringt, mehr oder weniger Verwunderung zu hinterlassen glaubt, wenn man sich auf dem Pfade wiederfindet, mit Gliedern, die diese schon unerwartete Freiheit, die man ihnen verschafft hat, mit besonderer Beweglichkeit beantworten, wenn man durch diesen einen Entschluss alle Entschlussfähigkeit in sich gesammelt fühlt, wenn man mit größerer als der gewöhnlichen Bedeutung erkennt, dass man ja mehr Kraft als Bedürfnis hat, die schnellste Veränderung leicht zu bewirken und zu ertragen, und wenn man so die engen Pfade langläuft, – dann ist man für diesen Moment gänzlich in den Waldmatsch eingetreten, der ins Wesentliche schwenkt, während man selbst, ganz sacht, schemenhaft im Wald, nur leicht die Schenkel hebend, sich ganz dem Wald-Weg ergibt.

Verstärkt wird alles noch, wenn man zu dieser unwirtlichen Zeit einen alten Pfad aufsucht, um nachzusehen, wie es ihm geht. Weiterlesen

The return of mAMa – 04.02.2017

Ein paar von euch haben schon vom mAMa (matschiger Aachen Marathon) gehört. Da wir gerade beim Laufen drauf angesprochen wurden ob wir das nochmal machen – hier ist dazugehörige Seite mit allen wichtigen Informationen. Hoffentlich klappt das alles und hoffentlich seid ihr alle dabei! Wenn ihr auf die Liste möchtet – meldet euch einfach.