Der plötzliche Spazierlauf

Wenn man sich am Abend endgültig entschlossen zu haben scheint, zu Hause zu bleiben, die Trailschuhe ins Schuhregal gestellt hat, nach dem Nachtmahl beim beleuchteten Tische sitzt und jene Arbeit oder jenes Spiel vorgenommen hat, nach dessen Beendigung man gewohnheitsgemäß schlafen geht, wenn draußen ein unfreundliches Wetter ist, welches das Zuhausebleiben selbstverständlich macht oder man am Tag zuvor die TorTour gelaufen ist, wenn man auch jetzt schon so lange bei Tisch stillgehalten hat, dass das Weggehen allgemeines Erstaunen hervorrufen müsste, wenn nun auch schon das Treppenhaus dunkel und der Lieblingstrail gesperrt ist, und wenn man nun trotz alledem in einem plötzlichen Unbehagen aufsteht, die Schuhe wechselt, sofort waldschratmäßig angezogen erscheint, weggehen zu müssen erklärt, es nach kurzem Abschied auch tut, je nach der Schnelligkeit, mit der man die Treppe runterspringt, mehr oder weniger Verwunderung zu hinterlassen glaubt, wenn man sich auf dem Pfade wiederfindet, mit Gliedern, die diese schon unerwartete Freiheit, die man ihnen verschafft hat, mit besonderer Beweglichkeit beantworten, wenn man durch diesen einen Entschluss alle Entschlussfähigkeit in sich gesammelt fühlt, wenn man mit größerer als der gewöhnlichen Bedeutung erkennt, dass man ja mehr Kraft als Bedürfnis hat, die schnellste Veränderung leicht zu bewirken und zu ertragen, und wenn man so die engen Pfade langläuft, – dann ist man für diesen Moment gänzlich in den Waldmatsch eingetreten, der ins Wesentliche schwenkt, während man selbst, ganz sacht, schemenhaft im Wald, nur leicht die Schenkel hebend, sich ganz dem Wald-Weg ergibt.

Verstärkt wird alles noch, wenn man zu dieser unwirtlichen Zeit einen alten Pfad aufsucht, um nachzusehen, wie es ihm geht. Weiterlesen

The return of mAMa – 04.02.2017

Ein paar von euch haben schon vom mAMa (matschiger Aachen Marathon) gehört. Da wir gerade beim Laufen drauf angesprochen wurden ob wir das nochmal machen – hier ist dazugehörige Seite mit allen wichtigen Informationen. Hoffentlich klappt das alles und hoffentlich seid ihr alle dabei! Wenn ihr auf die Liste möchtet – meldet euch einfach.

Sagt mal,… Wie kommt ihr eigentlich zur Arbeit?

Das haben wir uns gestern Morgen gefragt. Wir wissen ja, dass noch andere Menschen an der Uni arbeiten, und dennoch begegnet uns auf unserem Weg zur Arbeit nur selten ein anderer Mensch.

Zugegeben, Pfadgemeinschaften stehen vermutlich noch etwas am Anfang, da jeder oder jede noch seine oder ihre Privatsphäre auf seinem/ihrem eigenen privaten Pfadzeug haben möchte, aber dann müssten wir doch wenigstens andere Läufer*innen sehen, wenn wir links und rechts in die anderen Pfade reinschauen.

Vielleicht machen wir auch irgendetwas falsch. Uns macht zum Beispiel skeptisch, dass wir trotz vier Stunden Arbeitsweg keine Pendlerpauschale bekommen. Tipps sind also sehr willkommen – denn eigentlich ist doch alles ganz normal, oder?

Wir laufen fröhlich los, schauen noch halb schlaftrunken nach Briefkästen

schauen dann bei unserer mAMa vorbei

und halten beim etwas übereifrigen Bauern nahe dem Kuhfürstendamm nach dem ersten VP Ausschau:

Weil uns auf der A4 und den asphaltierten belgischen Wiesenautobahnen

die Kultur etwas zu kurz kommt, wenn wir kein Radio dabei haben, durstet es uns manchmal auch nach möhr:

Nebenbei decken wir eine finstere Verschwörung eines Superschurken auf:

Verschwoerung

Verschwörung aufgedeckt!

Zwar sieht es zwischendurch etwas herbstlich aus

aber wenn wir auf dem großen Bruder der breiten und direkten Wege bleiben,

machen wir doch alles richtig

LichtAmEndeDesTunnels

Licht am Ende des Tunnels

Nur, machen wir etwas anders als ihr? Wie startet ihr in eure Arbeitstage? Nutzt ihr auch Pfadgemeinschaften? Versteckt ihr euch auf den modernen kleineren Ein-Personen-Pfaden?

Mit Trailschuhen wäre das nicht passiert…

Endlich Trailschuhe! Heute beim Vilvo gewesen und mir schöne neue Roclite 295 von Inov-8 und den RacePro 10 Trinkrucksack ebenfalls von Inov-8 zugelegt. Besonders die Schuhe lagen mir schon lange am Herzen. Den ersten 23 km-Test auf spannenden und schneeglatten Singletrails haben sie auch schon mit bravour hinter sich gebracht. Wunderbares Gefühl ins Nichts zu treten und doch Halt zu haben. Stefan hat natürlich nicht ausreichend vor den Gefahren gewarnt, die mit Trailschuhen einhergehen: so verliebt in das neue Laufgefühl vergisst man den Blick auf den GPS-Track und ist dann gezwungen sich mitten durch den verschneiten Wald zu schlagen… Hätte nur noch gefehlt das wir uns so verlaufen hätten, dass ich gezwungen gewesen wäre Schnee in der Trinkblase zu schmelzen. So schlimm wurde es dann doch nicht. Jedenfalls stünde jetzt auch Abendteuern wie 85 km im Winter auf Trails durch die Nacht ohne Support nichts mehr im Wege. Aber wer würde sowas schon tun…

Inov-8 hatte schon ein gutes Gefühl beim verpacken der Schuhe, wie die Innenseite des Kartons beweist:

 

Inov-8