20150214_Limburgs Halfzware Teil 1

Also langweilig wars jedenfalls nicht. Ein Tag der zunächst geprägt war von Verletzungen, von Problemen mit der Orientierung und einer ständig abstürzenden Fenix2. Ein Tag der danach geprägt war vom Hinterherlaufen mit einer geliehenen, fremden Uhr am Arm. Ein Tag der danach noch wunderbar wurde: begleitet von einer schon unglaublich warmen Sonne ging es ab ca. der Hälfte der Strecke dann wieder um das Eigentliche: Laufen. Es gab wunderbare Gespräche mit zuvor unbekannten Läufern, eine tolle Streckenführung, eine absolut liebevolle Betreuung und letztlich eine nicht ganz so schlechte Form. Alles perfekt also. 12 Stunden draussen gewesen und bis auf ein paar KM am Anfang voller Sorge war es ein perfekter Tag.

Unterm Strich bleiben mit Hin- und Rückweg 87,8 km auf der Uhr. Die bis hierhin längste Strecke! Die 100 km fühlen sich wieder ein Stück möglicher an!

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20150124_mAMa Testlauf Nr. 1

So, die Strecke steht so weit! mAMa ist bereit! Es gibt noch ein oder zwei Ecken, wo wir noch überlegen unsinnige Steigungen einzubauen. Aber das ist Kleinkram. Erfreulich war, dass wir uns an die meisten Abzweigungen auch ohne Uhr noch erinnern konnten – das gibt Hoffnung für den 07.02.2015. Wir sind jetzt auch sicher, dass die Strecke bei starkem Schneetreiben und bis zu 15 cm Neuschnee noch zu überleben ist. Auch das ist sicherlich eine gute Sache. Da wir nichts unversucht lassen, haben wir sogar getestet was mit eventuell Verletzten oder Entkräfteten passieren könnte. Bei KM10 + 14 gibt es eine Bushaltestelle (an der Björn mich leider verlassen hat) und es fährt auch Samstags ein Bus (ziemlich gute Kombi)! Ich bin mir zudem ziemlich sicher, dass es von Raeren (KM28-30) eine Möglichkeit gibt wegzukommen. Das werde ich noch versuchen herauszufinden – nur für den Fall.

Beim Laufen ist mir aufgefallen, dass die Strecke eigentlich schön abwechslungsreich ist und verglichen mit z.B. dem NETT nicht sonderlich schwer. Ein Landschaftsmarathon mit ein paar schön krassen Trails garniert. Manches wird man nicht laufen können – dafür kommen auch immer wieder Abschnitte die leichter sind. Eine ganz gute Mischung. Über die Trail-Passagen lässt sich allerdings soviel sagen:

  • entweder sie sind vereist oder gleichen einem Matschsee (zieht nicht den Sonntagsanzug an)
  • Nasse Füße sind garantiert (im Winter ist mehr Wasser in den Flüssen)
  • wer schonmal über eine gefrorene Kuhwiese gelaufen ist, weiss auch das sich das durchaus komisch anfühlt
  • wenn es schneit: das Geräusch des brechenden Eises, zusammen mit dem kalten Wasser im Schuh sowie dem gleichzeitigen Stolpern über die Wurzeln unterm Schnee ist ziemlich einmalig
  • wenn es nicht schneit: ist nicht viel besser – irgendeine Wurzel stellt sich immer quer!

Wir freuen uns sehr auf euch! Hier noch ein paar Impressionen:

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Nachts sind alle Katzen wach! – PussyRun 5.0

17.01.2015 1825 Nationalpark Infopunkt Zerkall, Startpunkt des Wildnistrails. Es sind tatsächlich alle da, die sich angekündigt hatten. Und sogar noch mehr. Unser persönliches Taxi, welches uns vom Ziel um Start bringen soll, ist sogar extra zum Start gekommen um ein paar Klamotten von uns mitzunehmen. Wir sind sehr dankbar drüber. Nach der Begrüßung sieht jeder zu das der Rucksack gepackt ist und richtig sitzt. Ein Foto. Es ist still, dunkel und kalt. Der Plan von uns sechs ist denkbar einfach: Wildnistrail Nordeifel, falschrum (hat 350 m mehr rauf als runter, insgesamt: 2677 m↑ und 2312 m↓), nachts und im Winter – 85 km Dunkelheit und Einöde also. Zu siebt laufen wir los (ein geplanter Aussteiger begleitet uns bis Heimbach, km 17). Es geht gleich richtig los mit den ersten richtig schweren Höhenmetern. Die Stimmung lockert sich zusehends und wir kommen sehr gut durch bis nach Heimbach. Unsere Nummer 7, die uns hier geplant verlässt, öffnet uns bereitwillig den Kofferraum und wir kommen an Cola und Bananen. Damit nicht genug: wir werden gefragt, was wir so von heißem Tee bei Kloster Mariawald halten würden (7-8 km weiter). Da sagen wir nicht nein und werden tatsächlich nochmal liebevoll auf der zugigen Höhe beim Kloster verpflegt. Einfach perfekt sowas, da gibts gar nicht genug Dankbarkeit und Respekt für diesen Support. Die Stimmung beim Lauf ist gut, auch wenn jeder sich mit so ein paar Sorgen ob der Streckenlänge im Kopf rumschlägt. Keiner scheint sich so ganz sicher zu sein, ob das im Dunkeln und Kalten so gut zu schaffen ist. Wir einigen uns darauf, es Schritt für Schritt anzugehen. Nächster Halt: KM40 – Gemünd.

Über das Laufen an sich ist in dieser Nacht nicht viel zu sagen: es ist perfekt. Alle kommen super miteinander aus, was tatsächlich ein Problem hätte werden können, wenn man 14 Stunden miteinander verbringt. Aber das Gegenteil ist der Fall. In früheren Berichten hatte ich ja schonmal geäußert, dass wenn man mehr als 4 Stunden mit jemandem laufend verbringt, ihn entweder mag danach oder ihn nicht leiden kann. Während 14 Stunden findet man neue, gute Freunde. Stefan nennt das was er macht und liebt oft: simply running! Für diese Nacht passt das perfekt. Jeder ist für jeden da und sorgt so dafür das jeder so gut wie eben möglich durchkommt (was auch das einzige Interesse aller Beteiligten des Laufs ist).

Dann ist KM40 erreicht und uns erwartet das Paradies: Warme Gemüsesuppe, warmer Tee, Baquette, Obst, Cola, Apfelsaft und Wasser. Sogar Riegel sind da. Wir gönnen uns 10 Minuten Pause und genießen einfach. Wer Freunde hat die solch einen Service um halb 1 Uhr nachts irgendwo im Nirgendwo aufbauen, der kann sich glücklich schätzen. Auch der schönste Moment endet irgendwann. Wir machen uns wieder auf.

KM40 war auch gleichzeitig der Point of no Return. Alle wissen das. Vor uns liegen 45 km Nichts, keine Verpflegung, keine Hilfe, jede Menge Dunkelheit und der weitaus schwerere Teil der Strecke. Während am Anfang sehr viele Unterhaltungen zu hören waren, wird das nun etwas weniger. Alles ist reduziert aufs Laufen. Ein eigenartig großartiges Gefühl. Uns ist schon früh aufgefallen, dass wir die Ehre haben unter einem der gigantischsten Sternenhimmel unterwegs zu sein, die ich seit langem genießen durfte. Die unendliche Weite oben und unten das gefrorene Gras, das wie Millionen kleiner Kristalle im Licht der Stirnlampe glitzert. Unbeschreiblich. Langsam, aber unaufhaltsam kommen wir voran, kämpfen uns über enorme Anstiege, halsbrecherische Gefälle und über Singletrails, die rechts so steil runter gehen, das man fast froh ist es nicht komplett sehen zu können. Die Gespräche sind immer noch nicht verstummt, die gute Laune und die Hoffnung das es wirklich alles gut ausgeht ist nie weg. Plötzlich eine Bewegung im Wald. 2 Augen, die eindeutig zu einer Katze gehören die durch den Wald schleicht. Und schnell ist klar, dass es nicht eine Hauskatze sondern die Wildkatze ist, deren Silhouette wir auf unzähligen Schildern hinterher gejagt sind. Geht es perfekter. Ein Tier was sich fast nie zeigt erweist uns die Ehre. Die Nacht hält für mich kurz vor dem Ziel noch einen weiteren großen Moment bereit – die Morgendämmerung. Frei nach Herr der Ringe, nachdem auch die größte Dunkelheit einmal weichen muss, wird es ganz langsam hell. Es hat etwas Magisches. Das Drumrum ist auf einmal wieder da. Wir sind kurz nach Einbruch der Nacht los und jetzt wird es hell. Als es richtig hell ist, ist das Ziel in Sicht. Als wenn es so gewollt gewesen wäre. Wir sind in Monschau-Höfen. Klatschen uns ab. 13:55 h auf den Beinen. Fast vollständig in einer mondlosen Winternacht. Die letzten 200 m führen uns zum Bäcker, wo erstmal heisser Tee, heisser Kaffee und Brötchen verschlungen werden.

Natürlich war es anstrengend zwischendrin, es war unglaublich kalt, es war windig, viele von uns waren an der eigenen Grenze angekommen (keiner musste drüber) und doch sitzen wir 6 zusammen glücklich in der warmen Bäckerei. Abgekämpft, aber lächelnd. Sehr viel investiert und alles gewonnen. Um alles noch ein Stückchen perfekter zu machen gibt es noch die Ehrung die aus der weltbesten Kombi aus Medaille und Urkunde besteht: eine runde Holzscheibe mit dem Symbol des Wildnistrails, welches uns durch die Eifel geführt hat und eine Tüte Anali Kizli von der Firma Mutfak. Die Erklärung: auf der Knorr Tüte sah es aus wie Katzenscheisse und dann auch noch der bestechliche Name. Natürlich musste es die Urkunde werden. Alle  wissen: es hat sich wirklich alles gelohnt. Ein riesen Dank gilt unseren Organisatoren, und den Supportern, für ihre liebevolle Organisation und Hilfe. Ohne euch kein wir!

Bis ganz bald, Freunde – war mir eine Ehre!

Ich lass hier mal Platz für Stefans Video! Und da ist es auch schon!

Und hier nochmal unsere Belohnungen im Bild:

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Noch 2 Bilder von KM40 (Bilder von Dirk Palm – vielen Dank!):

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Wo sind nur all die Läufer hin?

In der LaufReport Marathon-Analyse 2014 lässt sich lesen, dass die Teilnehmerzahlen bei deutschen Marathon-Veranstaltungen seit dem Spitzenjahr 2005 bis heute um etwa ein Viertel abgenommen hat. Es wird dort dann die Frage gestellt: wo sind all die Marathonläufer hin? Dazu lässt sich sagen: wir sind nicht weg, wir sind immer noch da.

Was uns stört ist die zunehmende Kommerzialisierung eurer Marathon-Landschaft. Die Startgebühren klettern unaufhaltsam, Startplätze werden als so rar gekennzeichnet, dass sie verlost werden „müssen“ damit alles „fair“ zugeht (was dann zur Folge hat, dass in Berlin viele Startplätze einfach verfallen sind) und generell wird uns zuviel Wirbel um unsere Lieblingsbeschäftigung gemacht. Noch einmal: wir sind noch da und wir laufen auch immer noch Distanzen von 42 km (oder sogar länger). Wir haben nur keine Lust auf euren Stress. Es zieht uns raus aus den Städten, rein in die Natur. Wir haben den Asphalt und das Gedränge satt. Wir laufen privat, in der Gruppe oder auf kleinen, aber feinen Veranstaltungen Marathon, wo Laufen sich noch wie Freiheit anfühlt. Hinstellen und los. Liebe Menschen (meist kennen wir sie auch noch persönlich) opfern ihre Freizeit um uns was zu trinken zu reichen und alles zu tun um uns einen schönen Lauf zu ermöglichen. Unsere Schränke sind voll mit euren Finisher-Shirts. Wir sind stolz drauf sie errungen zu haben und im Training tragen wir sie gern (irgendwas muss man ja schließlich anziehen). Aber wir haben mittlerweile einfach genug Shirts. Wir wissen das viele unserer Läufe nicht nach euren offiziellen Kriterien vermessen sind und bei manchen wird noch nichtmal die Zeit genommen. Da wo wir laufen gibt es keine Ideallinien und wenn es sie gäbe verliefen sie wohl meist in Bächen, über Bäumen oder tief im Gestrüpp. Falls ihr also das nächste Mal die Läufer in Deutschland zählt, die 42 km laufen können, dann sucht nicht nur in euren Städten sondern schaut auch in unseren Wald, durchkämmt unsere Wiesen und wühlt in unserem Schlamm. Oder lasst es. Wir fühlen uns wohl im Schatten und fern eurer Datenbänke.

Wir sind noch da, wir sind viele, vor allem aber sind wir Freunde die genau das tun was ihnen am Herzen liegt: simply running!

11.01.2015_NEU

Es sind diese Tage, die mit einem gemütlichen Frühstück beginnen. Am besten bricht man danach auf, setzt sich ins Auto und fährt zum Treffpunkt um dort noch weitere Freunde zu treffen. Viele alte Bekannte sind da, aber auch neue Gesichter. Alle sind entspannt (trotz Schneesturm) und freuen sich auf den Ausflug. Alle wissen es gibt mehr als genug Zeit sich über dies und das zu unterhalten, gemeinsame Pläne für 2015 zu schmieden, ab und an was zu essen und einfach eine Menge Spaß zu haben. Sehr viele sind gekommen und pünktlich gehts los. Es sind diese Läufe, die komplett ohne Stress verlaufen, wo keiner es wirklich eilig hat (bis auf den Paten vielleicht ;)) und das trotz teilweise heftig kaltem Wind. Es sind diese Läufe, die ohne Verpflegung ausgeschrieben sind und wo sich dann doch sehr viele liebe Menschen den ganzen Tag um die Ohren schlagen um 30 Verrückten Tee, Kaffee und Gebäck in die letzte Ecke der Nordeifel hinterherzufahren. Es sind diese Läufe die man einfach zufrieden beendet, sich von den Freunden verabschiedet mit den Worten „bis bald“ und mit dem guten Gefühl einen perfekten Einstand in das Laufjahr gehabt zu haben wieder nach Hause fährt. Kurzum, es war wieder NEU-Zeit!

Hier sind Stefans Bilder!

Vermutlich kommt auch noch ein Video! Ahh da ist es ja auch schon!

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Frohes Neues!

Ein frohes neues Jahr 2015 euch allen. Meins hat gut angefangen: 6 Tage Roclite 295 und schon 80 km damit unterwegs gewesen. Macht Spaß und ich denke der Schuh fühlt sich mittlerweile einigermaßen zu Hause. Sieht jedenfalls noch aus wie neu ;)!

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Das Jahr ist auch noch neu – macht was draus! Ab nach draussen: ist schön da!

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Mit Trailschuhen wäre das nicht passiert…

Endlich Trailschuhe! Heute beim Vilvo gewesen und mir schöne neue Roclite 295 von Inov-8 und den RacePro 10 Trinkrucksack ebenfalls von Inov-8 zugelegt. Besonders die Schuhe lagen mir schon lange am Herzen. Den ersten 23 km-Test auf spannenden und schneeglatten Singletrails haben sie auch schon mit bravour hinter sich gebracht. Wunderbares Gefühl ins Nichts zu treten und doch Halt zu haben. Stefan hat natürlich nicht ausreichend vor den Gefahren gewarnt, die mit Trailschuhen einhergehen: so verliebt in das neue Laufgefühl vergisst man den Blick auf den GPS-Track und ist dann gezwungen sich mitten durch den verschneiten Wald zu schlagen… Hätte nur noch gefehlt das wir uns so verlaufen hätten, dass ich gezwungen gewesen wäre Schnee in der Trinkblase zu schmelzen. So schlimm wurde es dann doch nicht. Jedenfalls stünde jetzt auch Abendteuern wie 85 km im Winter auf Trails durch die Nacht ohne Support nichts mehr im Wege. Aber wer würde sowas schon tun…

Inov-8 hatte schon ein gutes Gefühl beim verpacken der Schuhe, wie die Innenseite des Kartons beweist:

 

Inov-8

Post it notes – 11 Fragen an den Läufer

Vielen Dank an neckarine für die Aufgabe ein paar Fragen übers Laufen zu beantworten. Generell bin ich nicht der größte Fan solcher Spielchen aber bei solch netten Fragen… Ich entschuldige mich dafür, dass ich das Spiel unterbreche – ich kenne einfach nicht genug bloggenden Läufer die ich weiter befragen könnte um damit diesem Kettenbrief gerecht zu werden. Da mich gerade eine hartnäckige Erkältung vom Laufen abhält bleibt etwas Zeit für die Antworten!

1. Auf was hast Du nach einem langen Lauf am meisten Gelüste?

  • Essenstechnisch am liebsten was richtig salziges: Chips oder Salzstangen sind ganz vorne mit dabei! Sonst ist es nach den so geliebten Trailläufen unabdingbar geworden direkt zu duschen – wahlweise am besten direkt mit den Schuhen 😉

2. Gibt es ein Gear-Gadget, das Dich bereits seit Jahren treu begleitet und wenn ja – welches?

  • Meine geliebte Garmin Forerunner 305 hat mich dieses Jahr nach 4 treuen Jahren und fast 10000 km dieses Jahr leider verlassen. Ihr Nachfolger ist nicht schlecht, ein bisschen Wehmut ist dennoch da.

3. Warum bloggst Du über Deine Lauferei?

  • Nachdem es mir seit 2013 zur Gewohnheit geworden ist Laufberichte zu schreiben, hat es mich gereizt eine Plattform zu haben wo ich dieselben gesammelt und in schöner Form jederzeit abrufbar hab.

4. Hast Du ein dogmatisches Ritual vor einem Wettkampf?

  • Eigentlich nicht! Ich gehe nochmal kurz im Kopf durch ob es wohl gut gehen wird, merke dann, dass das wenig Sinn macht und laufe los!

5. Wieviele Kilometer läufst Du so im Jahr?

  • Zwischen 3000 und 4000!

6. Welches wird Dein Highlight 2015 sein?

  • Vom Namen her der K78 – aber es werden wohl wieder die Gruppenläufe werden, die das Laufen auch 2015 wieder zu etwas Wunderbarem machen werden.

7. Gibt es einen Berg, an dem Du Dir bisher läuferisch vergeblich die Zähne ausgebissen hast und den Du unbedingt bezwingen willst?

  • Ich war erst zweimal richtig in den Bergen – zweimal war es die Jungfrau. Beide Male hat es zumindest bis oben gereicht. Mal sehen was da noch so kommt…

8. Was motiviert Dich zum Laufen?

9. Ist Dehnen und Black Roll ein fester Bestandteil Deiner Regeneration?

  • Leider nicht – vielleicht wär das ein guter Vorsatz fürs nächste Jahr?!

10. Hast Du ein Trailrevier, das Du von Deiner Haustüre weg laufen kannst oder bist Du auf Anfahrt angewiesen?

  • Es sind ziemlich genau 3 km Asphalt, dann ist man im Aachener Wald auf Trampelpfaden, die schöner nicht sein könnten. Groß genug für stundenlangen Spaß ist er auch. Am Ende muss man lediglich die 3 km zurück durch die Zivilisation.

11. Trainierst Du nach Plan oder mehr nach Lust und Laune?

  • Definitiv nach Lust und Laune!

Winterlauf spezial!

Alljährlich kündigte sich der Winterlauf in Aachen an. Da dieser Lauf immer mit dem Problem des Transports zum Start einhergeht (in vollen Bussen zu Start gefahren werden und dann lange in der Kälte rumstehen bis es losgeht), war die Idee zum Start zu laufen relativ naheliegend. Der Track wurde dann letztendlich 28 km lang und Helmut war sofort vorbei, als er von der Idee erfuhr. So sind wir dann um halb 8 losgelaufen, wohl wissend das die Zeit bis zum Start um 11 nur mit einigem Glück für 30 schwere km reichen würde. Rucksäcke auf und los. Die Stunde der Morgendämmerung war geprägt von absoluter Ruhe, die Trails waren teilweise schwierig zu erkennen. Schnell verloren wir einige Minuten unserer kostbaren Zeit. Der Weg war uns beiden teilweise unbekannt und wir haben viele tolle neue Wege kennen gelernt. Da die letzten Tage nicht gerade trocken waren, hatten wir schnell nasse Füße – von schlammigen Beinen brauchen wir gar nicht erst anfangen. Kurz vor Schmithof hatten wir das Glück ein Feld entlang zu laufen – parallel zum Sonnenaufgang. Unbeschreiblich schön. Hinter Schmithof hatte ich in weiser Voraussicht ein Stück der mAMa-Strecke mit ins Programm genommen. Eins meiner Lieblingsstücke: ein Trampelpfad direkt an der Inde. Es gibt eine gute Nachricht für alle mAMa-Starter: bei schlechtem Wetter bzw. nach viel Regen in den Tagen davor sind diese 3 km tatsächlich kaum zu laufen und doch wunderschön – ein absolutes Highlight, ihr dürft euch drauf freuen! Bald danach stiessen wir auf die Vennbahn, ein Stück des Raeruns und schließlich auf den Eifelsteig, welcher uns dann ins Struffelt führte.

Es gibt einige Momente in denen man wirklich fühlt, warum man sich das antut. Das war definitiv einer davon:

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Es sind genau diese Momente voller Ruhe, Frieden, endloser Weite und unendlichem Glück, die uns immer wieder loslaufen lassen. Wir sind dann um 10.45 am Start des Winterlaufs angekommen – perfekt eigentlich. Schnell umziehen, Mitläufer suchen und los. Der Winterlauf an sich war dann mit 30 km in den Beinen nicht mehr ganz so leicht, ich hatte aber das große Glück die meiste Zeit von Kyra, Marius und Eran umgeben gewesen zu sein, die mich, ob sie es denn wussten oder nicht, am Laufen gehalten haben. Die letzten 4 km im Aachener Wald waren dann richtig schwer und ich war sehr froh nach 1:28 h im Ziel zu sein. Helmut war mit der Taktik des etwas langsamer Laufens eindeutig fitter im Ziel. Insgesamt ein perfekter Tag mit schönen 53 km insgesamt.

Olne-SPA-Olne!!!

Alta Vatta, was war das denn? Ein Lauf so schön und brutal wie es ihn selten gibt. Begonnen hat der SPAß mit der Frühstückseinladung Sonntags um 0545 bei Helmut. Auch ne neue Erfahrung. Alle waren mehr oder weniger anwesend: Helmut, Björn und ich. 0630 los. Eine interessante Naviroute führte uns tatsächlich zum Start. Eine MuFu-Sporthalle mit allem was man sich so wünscht. Nummern holen und in der Wärme auf das warten was da so kommen möge. Für uns alle ist es der erste Start in OLNE. In der Startaufstellung stehend wird uns dann auf Französisch, Deutsch, Niederländisch und Englisch einiges an Unverständlichem zugetragen. Wiederkehrend und unverkennbar sind in jeder Sprache die Wörter: Gefahr und Schwierigkeiten. Das ist mal ein Mutmacher. Am Start ist es sehr nebelig, eigentlich ist es den ganzen Tag nebelig bis auf die Viertelstunde von 1400 bis 1415. Schade eigentlich – das, was von der Landschaft zu sehen war, sah nett aus. Mit dem einen Problem: wer bei OLNE-SPA-OLNE auch nur einmal die Augen vom Boden löst ist selbst schuld! Trails wie sie die Belgier lieben. Die ersten 20 km gefühlt nur Matsch, mal knöcheltief und nass, mal knöcheltief und klebrig, mal als dünne, flüssige Schicht auf rutschigen Steine, mal dünn und sehr klebrig – es gibt unendlich viele Formen von Matsch. Als Abwechslung gibts Riesenpfützen – jawoll. Bei km 22 dann ein absolutes Highlight: ein Bachbett mit Bach was eindeutig als Laufstrecke ausgewiesen ist. Kaltes, schlammiges Wasser. Auch danach gibt es immer wieder Singeltrails allererster Güte, mal so schräg das man denken mag: die spinnen die Belgier, mal ist der Abhang an einer Seite zum fürchten, mal hört der Weg auf und geht dann anderthalb Meter weiter unten weiter… Es bleibt wohl dabei: Weg ist das was du draus machst. Wir vertreiben uns die Zeit mit sehr flachen Wortspielen (erste Hälfte des Laufs und ja, es tut mir leid) und Singen (zweite Hälfte des Lauf – es tut mir wirklich leid). Ein beliebtes Spiel ist es alle deutschen Wörtern die die Buchstaben SPA drin haben zu finden und sinnfrei in Sätze einzubauen. Vorne mit dabei waren sicherlich: „das kommt mir SPAnisch vor“, „CockerSPAniel“, „SPAnplatte“, „SPAten“ und „SPArkasse“. Es gibt unendlich davon – genug Erheiterung für bestimmt 30 km. Die 4 Verpflegungsstellen waren dank vollen Rucksäcken absolut ausreichend und an den letzten 3 Verpflegungsstellen gab es CHIPS! Damit ist über die hervorragende Verpflegung alles gesagt. Überhaupt: super nette Betreuung der Verpflegung und immer wieder am Wegesrand laute Anfeuerung. Kam uns alles französisch vor, war aber bewundernswert und aufopferungsvoll. Was als 3er Gruppenlauf begann wollten wir auch als solchen zu Ende führen. Gut das wir an die Stirnlampen gedacht hatten. Nach 9:12 h waren wir drin – einigermassen ko aber auch verhältnismäßig glücklich. Wunderbarer aber sehr schwerer 67 km Trail mit am Ende nach Garmin 2100 hm, positiv wie negativ. Gerne wieder nächstes Jahr!

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