Rivers of Hautes Fagnes

Always fascinating to to leave or enter the high plateau of Hautes Fagnes through one of the countless river valleys with their unique atmosphere.

The overwhelming sound of water in these small canyons. Not a single spot of ground without mud, water, roots or stones. Every part of your body and mind focused on the technical details. Not a single easy step. A special kind of horror in situations where you have already been running for a long period of time or are still recovering from the last adventure. If you happen to enter these parts in dark, wet and misty nights the setting is perfect. Throw back UTDS+ or Legends Trail. Lovely moments.

The power and beauty of nature are so close in these narrow canyons. The central nervous system of the Ardenne Bleue – the bridge between Hautes Fagnes and the more serious climbings further down there.

To top this – there is still Hautes Fagnes waiting on the upper end of these stretches. Alway amazing – especially during the hours of dawn and early morning. Worth every effort.

Does it matter after all?

Throwback January 2020. Hautes Fagnes. The idiots doing a night training session.

It is cold, dark, the track is watery and slippery – no other human knows our exact location (and we are sometimes not too sure about it ourselves). We are together and yet alone. Lost in the Belgium winter – driven by a indescribable force. Again out there while we should be at home sleeping. Witnessed only by the stars and a few creatures hidden in the bushes around. Immense tiny dots on that earth. Unnoticed but still moving.

In the aftermath of that run an E-Mail flow circled through our E-Mail postboxes with the nice title: „In case you really think it matters what you do…“

The only other content of that E-Mail was a link to a YT-video with a time-lapse animation with some predictions about the end of the universe within the next trillions of years…

Sometimes – while running out there – the vastness, the emptiness, the cold and the dark finally closes the grip around you. It is like trying to resist against the final destiny of becoming some forever frozen atoms in an expanding universal vastness waiting for the end of time. Determined to try to fight this destiny and yet sure that ultimately there will be no way out. Immensely enjoying the company of the fellowship of runners and feeling a strong bond within the group.

But: will it make a difference? Does it all matter after all?

No.

How could it.

FFDTWE #1: Spa – Aachen

Fahrten mit dem letzten Zug machen wir ja bekanntlich gern. Sie haben etwas Endgültiges. Man fährt raus und ist auf sich allein gestellt. Auch dieses Mal haben wir diese Art des Reisens genossen. Ziel war dieses Mal der Bahnhof Spa-Géronstère. Den erreicht man von Aachen aus recht einfach und günstig in 75 Minuten.

Als Start der FFDTWE-Reihe haben wir uns eine Trail-Strecke vorgenommen. FFTDWE #1 führte uns also von oben genanntem Bahnhof (passender Weise am Ende der Bahnstrecke) zurück nach Aachen. Irgendwie muss man ja nach Hause kommen. Showdown also in den blauen Ardennen und im Hohen Venn. Zwei Landschaften die wir sehr schätzen. Sie sind unnachgiebig, brutal, unlaufbar, unfassbar einsam und dabei doch wunderschön.

Wir hatten länger keine Nacht zu zweit mehr und so gab es viel zu bereden. Neben wichtigen Themen wie der Braunkohlekraftwerks-Technik, dem Betrieb von Windrädern, den neuesten Lauf-Geheimtipps und den Pflanzen am Wegesrand haben wir uns Inhalte für Traillaufkurse der Level 1-7 erdacht und nebenbei eine ganze Menge Unfug gequatscht. Bei all dem waren wir uns stets sicher, dass es im Ultratraillauf eigentlich um Leichtigkeit, Eleganz und Schönheit geht. Um das Schweben auf sonnengewärmten Trails, um Geschwindigkeit und um kurzweilige und spektakuläre 4k Videos.

Leider sind wir da keine Experten. Diese strahlende Welt kennen wir nur aus Erzählungen und von YouTube. Während wir also in der einbrechenden Nacht über teils aberwitzig steile Trails in den Ardennen auf-und-ab-stolperten und uns dem nie enden wollenden Aufstieg ins Hohe Venn gehend und stolpernd widmeten, hatten wir schlagartig eine Erkenntnis. Letztlich geht es um die Relevanz des eigenen Tuns. Wir haben endlich verstanden warum uns selbst unsere besten Lauf-Freunde meist allein lassen auf diesen Touren.

Die innere Schönheit und Eleganz von kilometerlange Geröllwegen, von nassen, den Schuh umschlingenden Grastrails hoch oben im Moor, von so zugewachsenen Trails, dass man mehrere Kilometer nur langsam tastend vorwärts kommt, von Nickerchen auf kalten Trails und verlassenen Restaurant-Terrassen, von Trails die sich in der Nacht im Nichts verlieren mit keiner Menschenseele weit und breit und selbstverständlich ohne Mobilfunk-Empfang erschließt sich wohl nicht vielen Menschen. 5,6 km/h sind für die Wenigsten eine annehmbare Trainingsgeschwindigkeit, sich stolpernd, frierend und unterzuckert durch endlose Weiten zu kämpfen ist nicht Jedermanns Sache, sich dem aussichtslosen Kampf gegen Mücken, Bremsen, Zecken, Spinnweben und anderem Zeugs hinzugeben nicht unbedingt eine Leidenschaft von Vielen. So vegetierten wir also vor uns hin dort im finsteren Nichts, ohne Trainingseffekt, in einem Abnutzungskampf, ohne Hoffnung auf ein baldiges Ende so weit weg von Allem wie nur möglich. Es blieb uns also nichts Schönes mehr.

Ach, Moment. Ausser natürlich einem rot-glänzenden Sonnenuntergang, einem milchig-weißen Mondaufgang, einem nahen Himmel voller Sterne und Sternschnuppen, unseren Mondschatten, leuchtenden Augen im schwarzen Wald, einer endlosen blauen Stunde morgens ab 04 Uhr, dem unvergleichlichen Anblick von weißem Nebel in den Mulden unter uns, den ersten Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen und der krassen Schönheit der Natur. Relevanz muss man am Ende dann doch zuerst mit sich selbst aus machen.

Wir möchten diese Momente nicht missen.