Throwback LEO180

Another November gone – another November without LEO180. Beautiful memories:

LEO180 – 2017

LEO180 – 2018

LEO180 – 2019

Comfort Zone

Comfort zone is defined as an area/status in private/social life which is characterized as to be comfort and risk-free to the fullest. Or to say it with the words of Brené Brown:

„Where our uncertainty, scarcity and vulnerability are minimized — where we believe we’ll have access to enough love, food, talent, time, admiration. Where we feel we have some control. […]“
https://de.wikipedia.org/wiki/Komfortzone

In general leaving this comfort zone is considered to be a positive thing. It means one is ready to risk something, ready to invest some effort and to endure a certain amount of discomfort to get things done or to reach a goal.

But is this the only perspective? Is that all?

Once the comfort zone is left – does this mean comfort is beyond reach until you return from your journey? What if you fought through uncertainty, scarcity and vulnerability on this journey and suddenly realize that you found comfort again although you are as far away from the „comfort zone“ as humanly possible?

It may not be comfort in the classical definition. You may not have access to enough love but if you planned wisely you should have access to food; you certainly used a decent amount of time and a little bit of talent to reach that status. In addition to these attributes you may be blessed with fellow travellers on the very same journey which gives you access to company, friendship and – yes – comfort. Whether or not these situations can be considered as to be „under control“ is worth a different discussion.

But it is indeed a kind of comfort. Comfort plus maybe. Something you feel home in. Moments of honest, fullest and deepest acceptance of everything there may be. Because the circumstances do not matter anymore as you finally fully merge with the situation – no matter what it may be.

Photocredits: Olav & Martino

KATE180 2021

If you go for a run and come back with some nice memories… All is well.

What has been a failure last year, came to a happy end this year. KATE180 finally saw her first finishers. A group of 9 runners started off and 8 returned with finishing times between 36 and 45 hours.

The concept of KATE180 was to combine the beautiful and yet challenging area around the Rursee with some well-known tracks in the Hautes Fagnes area and connect both of these areas through nice trails to Aachen – to form a 205 km loop. The little downside of this concept and the actual trails behind is, that the distance of a Marathon on them is already exhausting enough. The second little challenge of running the combination in the proposed direction is, that the difficulty slightly increases by time. The longer you are on your feet the more draining the course gets.

The feedback on the track was satisfying – made for a special type of adventurers it really delivered what was needed for a memorable time out there. Most of the runners had to leave their comfort zone to reach the finish line – and appreciated it.

Luckily a support team consisting of Stefan Vilvo (car support from km 40 to km 100), Inga (car support at km 130) and Rainer (car support at km 162) helped the runners to stay in and fuelled. All runners have been extremely thankful for this amazing support! It has to be noted that the first group of runners (3 of the pack decided to actually run) did not benefit from this amazing support as they have been, well, too fast.

Stefan Vilvos Support Video
Overview of KATE180s elevation gain

With the finish of KATE180 3 runners of the group also finished the Titanic Slam (finish 4 tracks between Halloween 2020 and Silvester 2021). The rest of the Slam attendees have one or more finishes left with two month time left to complete this little challenge.

Race report/post collection:

Marekhttps://www.acceptnolimits.eu/killing-kate/
Martinohttps://www.instagram.com/p/CVuYhHCoceDNFcDE2Qx_bcU8MlD2got1PnYE8E0/
Olavhttps://www.instagram.com/p/CVyHHOtLdKR/
Maartenhttps://www.acceptnolimits.eu/kate-2021-ouderwets-doorpakken-zoals-het-hoort

*** LIVE – Duinhopper – LIVE ***

#northbound #vakantiedeluxe #hvh->denhelder #legendstracking #hophopdontstop #duinhopper #trainingforkate

LIVE: https://tim-weissbach.legendstracking.com/

Info: https://www.acceptnolimits.eu/events/duinhopper/

„Take your time, play the long game, embrace the boring, the difficulties, the uncomfortable. This is how it will happen.“

Maxime Lagace

Start: 01.10.2021 2130

Updates:

Finish: 45:35 h

Momentaufnahmen – The Great Escape 2019

Es ist kalt in diesem tief eingeschnittenen Tal. Eine schmale Furche in zwischen den dunkelgrünen Hügeln ringsum. Das tiefe Schwarz der Nacht wird zum stählernen Blau. Kurz vor dem Sonnenaufgang lebt der Wind oft etwas auf. Ich hab mich immer gefragt woran das wohl liegt. Ich stelle mir vor die Sonne treibt die Luftmassen irgendwie vor sich her. Ich friere in der kalten Briese. Doch dann steigt der Weg steil gen Himmel an. Die Bäume ringsum sind dichter gedrängt und der Boden besteht nun aus Nadeln. In den kalten Hauch mischt sich eine Ahnung von Wärme. Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir oben. Die Sonne wiederzusehen ist jedes Mal eine große Erleichterung, bedeutet neue Kraft und neue Hoffnung. Lässt es auf einmal wieder möglich erscheinen was Minuten vorher noch undenkbar war.

Die Nachmittagssonne steht auf den Hängen. Sehr warm im Unterschied zur ersten Nacht. Die Luft steht und ist schwer und dick. Und doch ist es nicht mehr so intensiv wie im Hochsommer. Die erste Ahnung vom nahenden Herbst liegt in der Luft. Der Waldboden duftet etwas intensiver nach einem schon etwas feuchteren Boden. Die Luft flirrt nicht mehr so extrem wie im Sommer und die Insektendichte nimmt schon merklich ab. Wir laufen schweigend den Trail entlang. Die Sonne steht schon schräger und färbt alles etwas goldener als sie es im Hochsommer tun würde. Ein wenig Wehmut liegt in der Luft. Werden wir den Sommer vermissen? Die langen heißen Tage und Nächte oder freuen wir uns auf den Herbst mit seinen Farben und dem scheinbaren Sterben allen Lebens in Vorbereitung auf den Winter. Alles geht unaufhaltsam seinen Gang. Schon wieder ist ein Sommer rum. Und schon wieder sind wir irgendwo dort draußen. Völlig vertieft in die Natur, ein endloser, scheinbar zielloser Streifzug quer durch die Landschaft. Rastlos und stundenlang unter diesem blauem und endlosen Himmel.

Matthias schaut mir ins Gesicht und sagt: „es ist wirklich gleich geschafft“. Viel der Anstrengung der letzten Stunden muss mir ins Gesicht geschrieben stehen. Absolute Erschöpfung, leichte Schmerzen in verschiedensten Körperteilen und die Überwindung die jeder Schritt kostet. Kurz vor dem Ziel überkommt mich oft ein merkwürdiges Gefühl. Einerseits ein großes Verlangen doch noch aufzugeben gepaart mit dem übermächtigen Wunsch das Ziel doch endlich zu erreichen. Es scheint fast so, als würden diese gemischten und gewaltigen Emotionen mich am Weiterlaufen hindern wollen. Wer bin ich das ich glaube das Recht zu haben dort anzukommen – so winzig, so leidend auf dieser übermächtig langen Strecke. Ich habe schon von echten Wettkämpfern, von guten Läufern gelesen, die sich ähnlich fühlen. In das Verlangen zu finishen mischt sich eine große, fast übermächtige Traurigkeit darüber, dass es vorbei geht. Dort unten kurz vor dem Ziel auf der Brücke über den Fluss könnte man sich auch hinsetzen und gut ist. Warum auch noch die letzten Meter gehen, lieber in Ruhe die Natur genießen und etwas in Ruhe entspannen. Dann ist sie plötzlich da die Brücke und der Moment der Emotionen ist vorbei: natürlich gehen wir weiter, natürlich gehen wir eben um die zwei Ecken und natürlich kommen wir an, lassen uns beglückwünschen und haben es endlich geschafft. Wiederum übermannt von Gefühlen wenn auch anderer Natur.

FFDTWE #1: Spa – Aachen

Fahrten mit dem letzten Zug machen wir ja bekanntlich gern. Sie haben etwas Endgültiges. Man fährt raus und ist auf sich allein gestellt. Auch dieses Mal haben wir diese Art des Reisens genossen. Ziel war dieses Mal der Bahnhof Spa-Géronstère. Den erreicht man von Aachen aus recht einfach und günstig in 75 Minuten.

Als Start der FFDTWE-Reihe haben wir uns eine Trail-Strecke vorgenommen. FFTDWE #1 führte uns also von oben genanntem Bahnhof (passender Weise am Ende der Bahnstrecke) zurück nach Aachen. Irgendwie muss man ja nach Hause kommen. Showdown also in den blauen Ardennen und im Hohen Venn. Zwei Landschaften die wir sehr schätzen. Sie sind unnachgiebig, brutal, unlaufbar, unfassbar einsam und dabei doch wunderschön.

Wir hatten länger keine Nacht zu zweit mehr und so gab es viel zu bereden. Neben wichtigen Themen wie der Braunkohlekraftwerks-Technik, dem Betrieb von Windrädern, den neuesten Lauf-Geheimtipps und den Pflanzen am Wegesrand haben wir uns Inhalte für Traillaufkurse der Level 1-7 erdacht und nebenbei eine ganze Menge Unfug gequatscht. Bei all dem waren wir uns stets sicher, dass es im Ultratraillauf eigentlich um Leichtigkeit, Eleganz und Schönheit geht. Um das Schweben auf sonnengewärmten Trails, um Geschwindigkeit und um kurzweilige und spektakuläre 4k Videos.

Leider sind wir da keine Experten. Diese strahlende Welt kennen wir nur aus Erzählungen und von YouTube. Während wir also in der einbrechenden Nacht über teils aberwitzig steile Trails in den Ardennen auf-und-ab-stolperten und uns dem nie enden wollenden Aufstieg ins Hohe Venn gehend und stolpernd widmeten, hatten wir schlagartig eine Erkenntnis. Letztlich geht es um die Relevanz des eigenen Tuns. Wir haben endlich verstanden warum uns selbst unsere besten Lauf-Freunde meist allein lassen auf diesen Touren.

Die innere Schönheit und Eleganz von kilometerlange Geröllwegen, von nassen, den Schuh umschlingenden Grastrails hoch oben im Moor, von so zugewachsenen Trails, dass man mehrere Kilometer nur langsam tastend vorwärts kommt, von Nickerchen auf kalten Trails und verlassenen Restaurant-Terrassen, von Trails die sich in der Nacht im Nichts verlieren mit keiner Menschenseele weit und breit und selbstverständlich ohne Mobilfunk-Empfang erschließt sich wohl nicht vielen Menschen. 5,6 km/h sind für die Wenigsten eine annehmbare Trainingsgeschwindigkeit, sich stolpernd, frierend und unterzuckert durch endlose Weiten zu kämpfen ist nicht Jedermanns Sache, sich dem aussichtslosen Kampf gegen Mücken, Bremsen, Zecken, Spinnweben und anderem Zeugs hinzugeben nicht unbedingt eine Leidenschaft von Vielen. So vegetierten wir also vor uns hin dort im finsteren Nichts, ohne Trainingseffekt, in einem Abnutzungskampf, ohne Hoffnung auf ein baldiges Ende so weit weg von Allem wie nur möglich. Es blieb uns also nichts Schönes mehr.

Ach, Moment. Ausser natürlich einem rot-glänzenden Sonnenuntergang, einem milchig-weißen Mondaufgang, einem nahen Himmel voller Sterne und Sternschnuppen, unseren Mondschatten, leuchtenden Augen im schwarzen Wald, einer endlosen blauen Stunde morgens ab 04 Uhr, dem unvergleichlichen Anblick von weißem Nebel in den Mulden unter uns, den ersten Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen und der krassen Schönheit der Natur. Relevanz muss man am Ende dann doch zuerst mit sich selbst aus machen.

Wir möchten diese Momente nicht missen.

Running Riesengebirge

Ich muss sagen – so hässlich war es gar nicht. Für mich als Flachländer bleibt die Beziehung zu den Bergen kompliziert. Ich verstehe und teile zwar die Begeisterung für diese Quälerei und die endlosen Aufstiege. Ich verstehe sogar die sportliche Herausforderung und ich teile in jedem Fall die Liebe für die Ausblicke von weiter oben. Was mir absolut nicht gegeben ist, ist die Kraft bergauf und das Geschick bergab. Trotzdem waren es ein paar wenige schöne und langsame Kilometer in dieser schönen mir bisher unbekannten Gegend des Riesengebirges.

Go Ohm Or Go Home

Ach, Ohm. Es fehlen einem doch die Worte. Vielleicht bist du auf dieser Distanz wirklich der Härteste in Belgien.

Wie der VPsucher anerkennend feststellte, als er mir bei km 52 entgegen kam: es geht doch um die Schönheit, die Eleganz – das Schweben auf den Trails. Nirgends besser zu beobachten als auf den letzten 10 km der letzten 10 % der Ohm-Trail-Läuferschar.

Ja ok, die Wahrheit ist: der Kreislauf war kaputt. Der Körper nicht in der Lage diesen Bedingungen etwas entgegen zu setzen. Die 50 km fast anstrengender als ein 100-Meiler. Die Zeit von 2016 weiter verschlechtert. Läuft. Oder so.

Der Mond ist unsere Sonne

Der Mond ist unsere Sonne
Wir benötigen kein Licht
Nur fetten Sound und einen Tanzfloor
Mehr brauchen wir nich‘
Und auch wenn er sich versteckt hat
Hinter Wolken und Beton
Dann wird er immer für uns da sein
Bis die Morgensonne kommt
Der Mond ist unsere Sonne
Er liefert Energie
Denn alles Gute kommt von oben
Er ist Produzent und viel Kredit
Und ich sag der Mond ist unsere Sonne
Wir haben ihm alles zu verdanken
Nur weich in seinen Strahlen tauchen
Wenn wir durch die Nächte tanzen
Komm wir tanzen um die Wagen
In seinen unsichtbaren Strahlen
Komm wir tanzen um die Wagen
In seinen unsichtbaren Strahlen

Moonbootica feat. Jan Delay

Ach, wie war das mal wieder nett. Der Pfadsucher ist nicht ganz so fit, aber die 60k Runde mit dem VPsucher zusammen dort draußen war mal wieder sehr schön. Wunderbar!

Wir hatten zugegebener Maßen etwas mit den nicht vorhandenen Fähigkeiten des Pfadsuchers zu kämpfen… Eine ordentliche Strecke am Computer zusammenzustellen scheint ihn einfach zu überfordern. Daher sind wir wie so oft mal wieder Baden gegangen, haben zahlreiche Stacheldrähte überwunden, sind dornenbewachsene und baumübersäte Hänge hinaufgeklettert und haben uns durch hohes Gras gekämpft. Eigentlich alles wie immer also. Schön!

Die Strecke insgesamt ist sehr abwechslungsreich und zu empfehlen. Trail, kein Trail, Trail mit Kühen, Waldautobahnen, Planken, Asphalt, lustige Forellen – alles am Start. Teilweise war es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Besonders wenn man die Zeit vor und nach dem Sonnenuntergang vergleicht. Verblüffend!

Planken durch den grünen Tunnel

Wir haben es also mehr schlecht als recht auf knapp 60k in gut 8 Stunden gebracht – ein Sechstel der Distanz die der VPsucher in weniger als 3 Wochen nonstop angeht. Verrückt!

Nebel über der Kläranlage!

Natürlich hätten wir auch zu Hause erst auf dem Sofa und anschließend im Bett liegen können. Das Leben genießen, ein wenig relaxen, uns des Seins freuen. Nur hilft das leider nicht. Man wird dadurch nicht eine Sekunde schneller fertig mit der Strecke. Es tröstet, dass es für alle gleich ist. Alle müssen da durch. So einfach ist das. Und was hätten wir nicht alles verpasst. All die drückende Schwüle, all die Dornen, den aufziehenden Nebel, den stärker aufziehenden Nebel, den Moment in dem die Stirnlampe angeht und man genau nichts sieht, den fast vollen Mond zwischen den Bäumen. Wer würde das missen wollen… Das Schöne und die Abgründe, der Tag und die Nacht, die Hoffnung und die Verzweiflung reichen sich die Hände zum gemeinsamen Tanz. Zauberhaft!

[activity id=2375882571]