Save the date: 02.02.2019 – mAMa 2019

Etwas später als gewohnt geht heimlich, still und leise eine Seite online:

02.02.2019 – mAMa #5

Entweder ihr wisst bereits worum es sich handelt oder ihr wollt es lieber nicht so genau wissen. So oder so – die einzige Chance auf Teilnahme gibt es per Mail an uns!

Für alle gleich!

Kurzmitteilung

Es ist ein sehr beruhigendes Gefühl. Selbst wenn einem die eigene Situation im Augenblick des Erlebens etwas unpässlich erscheint – es ist doch alles ok. Man ist nie allein damit – es ist doch am Ende für alle gleich.

Sicher ist es unangenehm wenn einem zum Beispiel stundenlang Wasser in die Laufschuhe läuft und man merkt, wie sich die eigenen Füße langsam auflösen – aber das geht doch allen so. Vielleicht die Schuhe zwischendrin mal ausschütten?

Sicher ist es mies wenn man 24 Stunden unterwegs ist und sich nach einer langen und harten Nacht langsam ein viel zu warmer und sonniger Tag ankündigt – wie alle anderen auch sollte man dann einfach mal was trinken. Die anderen müssen ja schließlich auch noch durch die nächsten 12 Stunden.

Klar kann man sich wünschen es wäre 24 h später, sonnig und 20 Grad wärmer wenn man im eiskalten Novemberregen durch die einsamen und tiefschwarzen niederländischen Militär- und Naturschutzgebiete läuft. Nachts. Aber alle anderen stehen das ja auch durch.

Natürlich ist der Campingstuhl am VP das Paradies. Wenn all die anderen aber nicht aufgestanden wären und weitergemacht hätten, wär der Stuhl überhaupt nicht frei geworden. Alles hängt dann doch irgendwie zusammen.

Auch wenn es ein komisches Gefühl bleibt den Wecker auf irgendwas zwischen 02:00 und 05:00 Uhr am Morgen zu stellen um eben kurz irgendwas mit Laufen zu machen – alle anderen müssen auch früh raus. Kein Grund zur Klage.

Man kann sich so oft man mag wünschen: „Ein anderer Ort, ein anderer Mensch und ein anderes Leben“, viel hilft es aber nicht. So sicher man sich auch mit dem ‚anderen Leben‘ zu sein scheint, der Kampf mit sich selbst bleibt und spielt im Hier und Jetzt. So ernst die äußeren und inneren Zustände auch zu sein scheinen, der einzige Weg zum inneren Frieden führt mitten durch und meist über die Ziellinie.

Auf, auf – die anderen beschweren sich doch auch nicht. Denn auch sie wissen: es ist für alle gleich. Sich schwer atmend in Embryostellung auf den Boden zu werfen und irgendwas zu faseln hat noch Niemandem einen Vorteil gebracht. Auch wenn es noch so verlockend erscheint.

1 Sekunde

Im Nachgang der letzten Wochen wurde ich oft darauf angesprochen.

Daher hier die Liste an Dingen, die eine Sekunde dauern:

  • die Zeit, die eine Träne vom Auge zum Boden benötigt
  • die Zeit, die es braucht ca. zwei Schritte zu machen
  • die Zeit, die ein guter Witz braucht um verstanden zu werden
  • der Anflug eines Lächelns
  • ein kurzer Blick auf die (GPS-) Uhr
  • ach und: der Druck auf dem Tablets an der Zeitnahme am Ende eines 230 km Laufs, welcher zwei Freunde, die oft sämtliche Freude und sämtliches Leid dieser Welt miteinander geteilt haben, auf immer und ewig in einer Ergebnisliste trennt!

Der VPsucher hat einen gut bei mir. Ich nehme hiermit die Gefahr in Kauf ihm zu versprechen ihn zu einem Lauf seiner Wahl zu begleiten – aber: Sieg bleibt Sieg!

Vorwort

Laufen ist etwas Elegantes. Hat viel Anmut und Lebensfreude. Schlägt man das Internet, die Bücher oder auch die Hochglanzmagazine auf sieht man sie lächeln. Beim Laufen. Sie schweben über die Landschaften hinweg, bezwingen endlose Täler, die höchsten Höhen, die heißesten Wüsten und das ewige Eis. Sie brechen Geschwindigkeits- oder Weitenrekorde als sei es nichts. Wanderwege werden zu Rennstrecken, tausende Kilometer glänzen und strahlen in wunderbaren Dokumentationen. Die Kameras begleiten sie auf Schritt und Tritt und halten das Unmögliche fest. Zeigen auch kleinere Momente wo es mal nicht so läuft, aber dann kommen wieder Phasen, wo das Laufen zum Fliegen wird. Die letzten 100 Kilometer einfach weggelächelt werden. Sie durchlaufen die Zielbanner dieser Welt und freuen sich. Geben Interviews, küssen Felsen oder Füße von Statuen. Sie sind die Unbesiegbaren. Sie zeigen wie einfach es ist. Sie laufen und sie lächeln immerzu.

Es ist irgendwann im Mai 2016, irgendwo in Duisburg an einem Samstag Nachmittag um kurz vor 5 Uhr. Vor mir liegen 50 m Asphalt bis zur nächsten Kurve, 50 m hinter mir turnt der VPsucher mit unserem vielköpfigen Support-Team rum. Ich mache mir keine Illusionen – sie haben mich vorgehen lassen und hoffen, dass wir etwas voran kommen. Es ist das Ende. Ich kann nur noch in Abständen von 50 m denken. Jede Bank am Weg wird genutzt. Das Aufstehen wird immer schwerer und erscheint immer unnötiger. Vor allem mental ist das absolut über dem Machbaren. Es war ein schöner Lauf bis vor einigen Stunden die Erschöpfung zu schlug. Gestartet noch mit den Gedanken an den Zieleinlauf im Kopf und den treibenden Glücksgefühlen die damit verbunden waren in den Beinen ist es nach und nach zu einem Laufen um des Laufens Willen, einem Laufen für und mit der Crew, einem Laufen gegen die Erschöpfung und schließlich einem Lauf geben mich selbst geworden. Und die Erschöpfung hat dann doch gewonnen. Das gilt es zu akzeptieren. Und da ist es – ein Auto unseres Teams. Ich stolpere hin und lasse mich auf den Beifahrersitz fallen. Das wars. Genug ist genug und ich habe mir nichts vorzuwerfen. 156 km mehr oder weniger gelaufen – die 100 Meilen sollten nicht sein. Es ist zwar nicht sonderlich kalt, doch ich friere und alles schmerzt. Nach 23 Stunden unterwegs schließe ich die Augen.

Was ich genau in diesen Momenten (oder waren es Stunden) gedacht habe ist längst verdrängt. Aber wenn die Enttäuschung über die Aufgabe des Rennens schwächer ist als die Erschöpfung kommt es halt genau so. Viele ermunternde Dinge werden mir in diesem Moment erzählt – letzte Versuche mich zum Weitermachen zu bewegen. Die Crew und der VPsucher stehen nutzlos rum. Das wars dann also. Die Nummer von Jens steht ja auf unseren Armbändern. Anrufen und raus. Nichts leichter als das. Draussen wankt ein weiterer Läufer vorbei. Einer der 230-km-Startern. Sieht überhaupt nicht gut aus.

Ich öffne die Tür und stelle mich hin. Alles tut irgendwie weh – am schlimmsten ist aber doch das mentale Tief. Ich denke einen kurzen Moment daran: es wären nur noch 5 km bis ins Ziel. In 50 m Abständen denkend aber viel zu weit. Ich gehe einige wenige Schritte zum VPsucher und unseren Supportern. Mein Plan ist nach diesen 10 m wieder stehen zu bleiben. Aber ich gehe wortlos weiter. In richtiger Richtung auf der Strecke. Ich hasse mich dafür. Langsam macht sich Verwunderung bei den anderen breit und man beginnt mir zu folgen. Ich fange an zu laufen. Ein allerletztes Mal. Das Team scheint sich darüber zu freuen. Ich kann so etwas wie Freude nicht mehr verarbeiten. Ich konzentriere mich nur auf eine einzige Sache: weiter. Tatsächlich laufen wir knapp 4 km der verbleibenden 5 km. Und dann ist dort tatsächlich das Ziel. Einfach nur hin. 23 Stunden und 52 Minuten. Diese ersten 100 Meilen werden unvergessen bleiben.

Essen fassen!

Als kleine Auflockerung zwischen all den öden Laufgeschichten – es gibt eine neue Seite im Menü: die über die Jahre gesammelten Rezepte findet Ihr dort endlich vereint. Wir essen bekannter Weise genau so gern wie wir laufen… Am Liebsten machen allerdings beides gleichzeitig. Guten Hunger:

Hier gehts lang!

Rund um Aachen 2017

Teil 1 des doppelten Laufwochenendes im Mai war das alljährliche und traditionelle Vergnügen bei Rund um Aachen am 25.05.2017 (Christi Himmelfahrt/Vatertag) an den Start gehen zu können. Der von Karin vom DLC Aachen und Familie liebevoll organisierte und betreute 63 km Gruppenlauf mit zahlreichen Verfplegungspunkten, die zugleich als Ein- und Ausstiegspunkte genutzt werden können, war wieder ein voller Genuss. War es morgens noch fast etwas frisch und bewölkt, sollte es ein sehr sehr warmer und sehr sonniger Tag werden. Wie immer perfekt versorgt starteten ca. 40 bis 50 Läufer am Waldstadion von denen die erstaunlich hohe Zahl von ca. 15 Läufern die ganze Strecke absolvierte.

Für die Organisation (inkl. des abendlichen Zusammensitzens in der Waldschenke) und den Support kann man Karin, ihrer Familie und den anderen Helfern nicht genug danken. Es war ein Genuss (wieder) dabei sein zu können – einfach ein guter Tag mit vielen guten Gesprächen! Und sogar die Familie des Pfadsuchers rückte für die letzte Etappe von knapp 4 km mit Laufschuhen bzw. Laufrad an – starke Leistung vor allem vom Kleinen!

Die gesammelten (wenigen) Fotos vom Pfadsucher findet ihr hier!

Alexander Koerfer hat die Eindrücke des Tages sogar per Video festgehalten!

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Der VPsucher macht derzeit so nebenher die Goldsteig-Challenge. Die Idee ist vom Meldeläufer abgeschaut, der VPsucher aka Struppi zieht das aber ohne offizielle Registrierung auf der Challenge-Seite in aller Stille durch. Die Aufgabe: 661 km im Monat März 2017.

Seinen Fortschritt könnt ihr hier verfolgen!

Unterwegs – mal wieder zu Fluß!

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Nr. 4: die Weser!

„Die Weser entspringt in Belgien im Hohen Venn in der Schennekul nur einen Kilometer westlich der deutsch-belgischen Grenze bei Konzen. Zunächst fließt das noch kleine Gewässer nordwärts nach Roetgen, dort im Dorf zwei Kilometer lang durch Deutschland. Vorher zweigt ein rund 2500 m langer Kanal ab, der die Hauptmenge des Wassers an Roetgen vorbei und durch den Steinbach wieder der Weser zuführt. Diese Umleitung durch belgisches Waldgebiet wurde zwischen 1960 und 1962 geschaffen im Zusammenhang mit der Anlage der Wesertalsperre zwischen Roetgen und Eupen. Die zwischen 1938 und 1962 erbaute Wesertalsperre ist die wichtigste Trinkwassertalsperre Belgiens. Inzwischen wird aus Naturschutzgründen über eine Verfüllung des Kanals nachgedacht.

Westlich von Eupen erreicht der Fluss das französische Sprachgebiet. Dort fließt die Vesdre durch Limbourg, dessen Burg der belgischen und der niederländischen Provinz Limburg den Namen gab, durch Verviers, die größte Stadt an der Vesdre, sowie durch Pepinster und Chaudfontaine. Die wichtigsten Nebenflüsse kommen ebenfalls aus dem Hohen Venn und münden von links: die Hill (franz.: Helle) in Eupen, die Gileppe kurz vor Limburg und die mit ihrem Quellbach Poleur 33 km lange Hoëgne in Pepinster. Im Stadtgebiet von Lüttich mündet die Vesdre mit einer mittleren Wasserführung von rund 11 m³/s in die Ourthe, nur zweieinhalb Kilometer vor deren Mündung in die Maas.“

Quelle: Wikipedia

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Demut.

Zweimal in meinem Leben habe ich den Ort Archea Olymbia im Nordwesten der griechischen Halbinsel Peloponnes besuchen dürfen. 2004 mit unserem 12.-Klass-Jahrgang und 2005 auf einer Interrail Tour. Zweimal habe ich auf dem selben Campingplatz, bewacht von einem uralten schachspielenden Besitzer, eine temporäre Heimat gefunden. Füllten wir diesen Campingplatz 2004 mit der Klasse noch gut aus, hatten wir 4 Interrailer ihn 2005 für uns allein. Ein terassenartiger Hain von schatten- und fruchtspendenen Orangenbäumen. Gerade 2005 ein Ort, an dem die Zeit unter der heißen und trockenen griechischen Sonne einfach stehen blieb. Die Tage mit Orangenpflücken ausgefüllt wurden. Der Hügel direkt hinter dem Grundstück erlaubte in den Abendstunden einen Blick in ein Tal voller Wassersprenger, hinter denen die Sonne immer wieder versank. Ein zauberhafter, meditativer Ort.

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Ob es diesen Ort wohl noch gibt? Im Rausch der überaus erfolgreichen EM 2004 waren die Straßen des kleinen Orts Schauplatz größerer Feierlichkeiten und kleinerer Autokorsos. 2005 war der eigentliche verschlafene Zustand wieder hergestellt. Unternimmt man einen Spaziergang zu dem dem Campingplatz gegenüberliegenden Ende von Archea Olymbia hat man die Chance die heilige Stätte zu besuchen, aus der dieser Ort seine Einnahmen generiert. Es ist eine Stätte die eine Zeiteinheit und eine Zeitrechnung hervorgebracht hat (die Olympiade), die nach dieser Zeitrechnung alle 4 Jahre Ort der Entzündung des olympischen Feuers ist und in der in der Antike die wohl bekanntesten sportlichen Wettkämpfe geboren und abgehalten worden. Damals im wahrsten Sinne oft ein Wettkampf um Leben und Tod, in der heutigen Zeit vor allem eine gewaltige Schlacht der Medien. Und doch geht auch von den heutigen olympischen Spielen ein gewisser Zauber für Sportler und Zuschauer aus. Der Geist der Stätte und der Geschichte der Spiele ist zumindest für einige Sportler noch vorhanden. Es bleibt für viele Sportler eine unendlich große Ehre und ein Lebensziel.

2005 hatte ich das Glück den wahren Ort dieses Ursprungs in menschenleerem Zustand besuchen zu dürfen. Die Einfriedung des Stadioneingangs sind noch erhalten, die ehemaligen Tribünen zu erahnen. Es herrschte eine Grabesstille. Dort wo einst der erste olympische Wettkampf, ein Lauf über die Länge des Stadions (192,24 m), stattfand. Ich hab mich für ein paar Momente in die Mitte auf den heißen Boden gesetzt.

Damals noch weit davon entfernt mich näher mit dem Laufen zu beschäftigen, muss ich anhand der Ereignisse im heutigen Sport und meiner Erlebnissen auf den längeren Läufen oft an diesen verschlafenen, geheimnisvollen und zauberhaften Ort zurück denken. Da wird dieses Jahr zum Beispiel ein deutsches Zwillingspaar für einen olympischen Marathon in Brasilien geradezu öffentlich zerfleddert. Die sportliche Berichterstattung heutzutage ist ausschließlich fokussiert auf Bestleistungen. Da sagt der Sieger des diesjährigen Berlin Marathons er sei nicht ganz zufrieden, der Weltrekord hätte es dann doch sein sollen. Dazu Berichte die sich mehrenden Berichte aus dem Hobbysport. Selbst dort ist ein Umgangston und eine Verhaltensweise alltäglich geworden, der stutzig machen sollte. Getreu ihren Vorbildern aus dem Leistungssport, greifen mittlerweile viele Hobbysportler zu leistungssteigernden Mittelchen und getreu dem Trend in unserer Gesellschaft wird sich nichts gegönnt, wird nach unten getreten und ein hässlicher Vergleich der nackten erbrachten Leistungen wird gnadenlos durchgezogen. Das dabei alle verlieren, fällt für den jeweiligen Moment erst einmal nicht groß auf.

Es wäre an der Zeit, dass sich alle wieder zurücknehmen, das Gelassenheit und der Fokus auf die eigene Person und Leistung wieder in den Vordergrund treten. Und vor allem wäre es an der Zeit für Demut. Eine Lektion die das längere Laufen lehrt ist: vor dir selbst kannst du nicht weglaufen. Der eigene Kopf bleibt da und kann ein großer Gegner sein. Unabhängig davon mit welchen legalen wie illegalen Mitteln nachgeholfen wird (jeder, Profi wie Amateur, hat das Recht sich selbst zu betrügen – sicher war es im antiken Griechenland auch ein Festival der leistungssteigernden Substanzen) wäre es eventuell an der Zeit wieder Dankbarkeit und Respekt zu zeigen. Dankbarkeit für die eigene Leistung und Repekt für die Leistung Anderer.

Die ersten fünf Minuten laufen ohne Pause können das Ergebnis unfassbar schwerer Arbeit sein und die Erfüllung eines Traums bedeuten. Zeit das zu würdigen. Die Leistung eines Menschen ist in keinem Fall durch eine Zahl allein zu beschreiben. Höher, schneller, weiter funktioniert nicht so einfach. Jeder Lauf, jeder Wettkampf ist ein neues Spiel mit unterschiedlichsten Variablen. Ob es am Ende gut, den Umständen angemessen, oder nicht so gut war, kann nur jeder für sich allein festlegen. Und alle drum herum sollten sich da nicht einmischen. Es gilt für jede Distanz – auf den langen Distanzen wird es aber noch einmal deutlicher sichtbar. Egal ob 100 m, 10000 m, 100 km oder länger – als Außenstehender wissen wir nicht, gegen was für Dämonen des Alltags unser Nebenmann gerade kämpft. Vielleicht ist der Kopf schwer, weil das Leben nicht läuft wie es soll, vielleicht ist das Herz voll Trauer weil jemand fehlt oder gegangen ist, vielleicht ist der Stress zu groß gewesen in der letzten Zeit und der Kopf nicht bereit. All das ist nicht zu sehen. Über all das verbietet es sich zu richten. Vielleicht war auch der Druck zu hoch, die Aufregung zu groß, die eigene Erwartung oder die des Trainers hat gelähmt, der Schmerz der überstanden geglaubten Verletzung auf einmal wieder da, die Beine und der Kopf noch so furchtbar leer von vergangenen Leistungen… Es sind unendlich viele Dinge die relevant sein können.

Am Ende steht ein Ergebnis. Seien es ein paar Schritte oder ein Weltrekord. Zeit dankbar zu sein. Dafür das es dafür gereicht hat. Mit etwas Demut den eigenen Weg zu betrachten und alle Faktoren, die für die Leistung eine Rolle gespielt haben zu berücksichtigen. Am Ende dieser Reflektion steht man oft mit der Erkenntnis da: Ich habe genau das erreicht was meiner momentanen Situation und meiner Geschichte entspricht. Da es dem Nebenmann genau so geht, hilft ein: gut gemacht – sei stolz auf dich. Wenn das Ergebnis des Nebenmanns offensichtlich weit dessen Ziele verfehlt hat, hilft kein Hohn und Spott und kein abfälliger, selbstaufwertender Vergleich – Respekt und Trost wären angebrachter.

Laufen und Sport generell sollte ein Ausdruck persönlicher Freiheit und eine Demonstration des persönlichen Willens sein. Der Leistungsdruck und der gesellschaftliche/öffentliche Druck zerstören dieses so wertvolle Konstrukt.