Die Vorbereitungen im Race-HQ laufen seit 0500 heute morgen auf Hochtouren! Abhängig von der Verbindung und unserer Laune wird es ab und an ein Live-Update von der Strecke geben. Sorry schon jetzt an unsere E-Mail-Abonnenten – vielleicht macht ihr den E-Mail-Ton an euren mobilen Endgeräten besser aus nächste Nacht ;)! Wir haben mächtig Hunger und starten jetzt mit einem Frühstück bevor es dann ans Essen unterwegs geht. Auf uns warten 154,4 km oder 157 km oder 170 km – das Internet ist da widersprüchlich. Bis später!
Für die Spontanen unter euch hier der letzte Warnung vor dem nächsten Lauf mit dem Pfadsucher-Team. Morgen starten wir um ca. 0700 in Rheine am Bahnhof und laufen den Hermannsweg. Ihr seid alle herzlich eingeladen uns zu begleiten. Wir bitten zudem zu bedenken, dass unser Email-Support darunter etwas leiden wird. Der Lauf bekommt durch die Zeitumstellung leider einen etwas faden Beigeschmack: egal wie gut wir sein werden – mitten in der Nacht wird es eine Zeitstrafe von einer Stunde geben :(. Wir verabschieden uns für ein paar Stunden und wünschen ein schönes Wochenende!
Das Pfadsucher-Team wurde darauf aufmerksam gemacht, dass in jeder Vollmond-Nacht in einigen Städten vom Verein Laufen gegen Leiden e.V. Gutenachtläufe organisiert werden. So auch in Aachen. Über eine Facebook-Gruppe organisiert kann man sich bei Interesse einfach anmelden bzw. Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern der Städte suchen. Da Struppi gerade für die Goldsteig-Challenge täglich an einem wie ich finde sehr lesenswerten Lauftagebuch schreibt, übernehme ich hier einfach seine Worte über das Geschehen Sonntag Nacht:
„Abends dann folgte ein kurzer 6,5 km Sprint zum Gute-Nacht-Lauf (- irgendwie sind wir anschließend mit deutlich weniger Strecke zurück gekommen… da muss etwas schiefgelaufen sein und wir hätten vermutlich auch mit ein bisschen weniger Stress zum Start kommen können ;-)). Dieser Lauf wurde uns sehr euphorisch beworben: „Wird vermutlich eine langsame, aber gesellige Veranstaltung.“ Angeblich, so wurde uns gesagt, würde es auch nicht in den Wald gehen. Na ja. Daraus wurde dann eine feine gesellige Runde durch den Aachener Wald, vom Hangeweiher aus direkt zur Kronprinzenrast, dann Richtung Dreiländereck und wieder zurück. Das Ganze bei traumhaft schönem Vollmondlicht. Wie bei vielen der kleinen gemütlichen und schönen Gruppenlaufveranstaltungen konnte man auch hier eine Kleinigkeit abgeben. Also laufen und helfen. Eine schöne Kombination. […] Immer wieder gerne: Die nächste Veranstaltung ist am Ostermontag, wieder 21:30 Uhr Start, wieder am Couven-Gymnasium, wieder bei Vollmond.“
Dieser Meinung schließe ich mich sehr gern an. Noch dazu eine wirklich frühlingshafte Nacht – das macht Lust auf mehr. Auf dem Hinweg haben wir noch zwei Frösche bei ihren Laichvorbereitungen gestört (hoffentlich bekommen die das wieder hin…):
Als Rästel wurde uns (vielleicht als Rache) auf dem Rückweg noch ein wenig Hammerzeug für LAU angekündigt:
Wir sind uns intern jedoch noch nicht ganz sicher wie wir damit weiter umgehen sollen:
Der VPsucher macht derzeit so nebenher die Goldsteig-Challenge. Die Idee ist vom Meldeläufer abgeschaut, der VPsucher aka Struppi zieht das aber ohne offizielle Registrierung auf der Challenge-Seite in aller Stille durch. Die Aufgabe: 661 km im Monat März 2017.
Der Dezember 2016 mit seiner sehr langen Nacht und der Januar 2017 mit seinen endlosen Stränden waren für uns für uns zwei besondere Besuche in unserem lieb gewonnenen Nachbarland. Beides Läufe die aufgrund ihrer diversen Rahmenbedingungen alles andere als im Vorbeigehen mitzunehmen waren. Eine Woche nach dem Strand“urlaub“ hatten wir dann mit der dritten Ausgabe unseres mAMa´s ein weiteres Highlight ganz früh im Jahr. Damit ist Anfang Februar, wenn man den NEU noch dazu nimmt, schon viel passiert in 2017. Davon musste sich zumindest ein Teil von uns beiden (der Pfadsucher) etwas erholen. Das bedeutet dann bei uns, dass es eine Phase gibt, wo wir nicht täglich mehrere Emails hin und herschreiben und nicht dreimal die Woche laufend zusammen unterwegs sind. Etwas Abstand in der Laufbeziehung sozusagen. Solche Phasen sind schon häufiger vorgekommen und gehören einfach dazu. Ohne wirklich Kontakt gehabt zu haben wissen wir doch ganz gut was der andere in diesen Tagen so tut. Der eine läuft wenig und beschäftigt sich mehr mit anderen Dingen (Pfadsucher) und der andere läuft vermutlich um so mehr obwohl der sich auch mehr mit anderen Dingen rumschlägt (VPsucher).
So sicher wie diese Zeiten immer wieder mal kommen, so sicher ist es, dass sie auch wieder enden. Es ist das kurze Erholen und Luftholen vor den nächsten Abenteuern. Und in der Tat, wir waren nicht ganz untätig. Die nächsten Monate sind jeweils gespickt mit einem etwas längeren Lauf. Mal privater Natur, meist aber Wettkämpfe.
Los geht es sehr wahrscheinlich Ende März mit einer privaten Umsetzung einer Facebook-Planung. Das bei Facebook geplante wird wohl verschoben, uns passt aber der Termin gut in den Kram. Wenn wir wieder miteinander reden und Zeit zum Planen hatten, werden wir euch informieren was da kommt.
Ende April geht es wieder nach Iserlohn. 24 h um den Seilersee. Dort hatten wir letztes Jahr schon eine „Traumzeit“ und werden dies hoffentlich dieses Jahr wieder haben. Bei dem Teilnehmerfeld wirds sicher sehr lustig.
Im Mai überlegt der Pfadsucher den Bödefelder Hollenlauf anzugehen. Ist aber noch nicht fix.
Im Juni kommt dann der STUNT100 im Leinerbergland. Einer der schönsten Läufe 2016 wie der Pfadsucher findet. Das tolle daran ist, dass wir den alten Mann Helmut reaktivieren, von seinem dritten Start überzeugen und zum Kampf um sein drittes Finish motivieren konnten. Auf zwei Sternen kann man ja bekanntlich nicht stehen. Oder so. Das wird sicher ein Fest. Ob mit oder ohne Finish.
Im Juli dann schließlich der Kölnpfad. Vom lieben Tom organisiert, der uns mittlerweile ein Freund geworden ist. Auch dort werden wir sehr viele gute Freunde treffen und sicherlich eine sehr harte aber auch schöne Zeit haben.
Zwischendrin hat der VPsucher noch zwei schöne Gruppen/Etappenläufe zu absolvieren, über die er sicher selbst zu gegebener Zeit noch mehr schreiben wird. Der Pfadsucher schont sich in diesen Zeiten lieber. Da hätten wir einmal den Rheinsteig-Erlebnislauf Mitte April für den guten Zweck (wo er sogar Mitorganisator ist) und den Lauf über den Eifelsteig, der von Helmut organisiert wird Anfang Juni.
Und das wäre nur das erste Halbjahr. Über den Rest des Jahres gibt es zu gegebener Zeit mehr Infos. Wir haben also einiges vor und Ihr werdet bald wieder von uns lesen, wenn Ihr mögt.
Der Pfadsucher hat sich auch dazu entschlossen nach zwei mageren Wochen (30 und 50 km) wieder etwas ernsthafter zu laufen. Als er bei perfektem mAMa Wetter heute durch den Aachener Wald geschwommen ist, kam ihm die Idee, dass es Zeit sein könnte bezüglich des mAMa´s in den nächsten Tagen mal eine Ankündigung zu machen. Wir wollen Euch ja nicht unendlich im Unklaren über die Zukunft des mAMa´s lassen. Stay tuned!
Es ist vollbracht. Wir haben uns endlich entschieden. Auch wenn uns schwer gefallen ist und wir noch 20.000 Alternativen im Kopf haben – der finale Track ist nun online. Leider hilft euch das nicht. Aber es ist doch ein beruhigendes Gefühl, nicht? Man beachte die Details:
Zwei Sachen stehen fest: Freihandzeichnen auf OSM-Karten fühlt sich noch immer komisch an und wir haben noch genug Material und Ideen für mAMa_´18-´48.
Was haben wir uns dabei gedacht? 2016 waren wir doch schon da und sind sogar angekommen. Irgendwann muss auch mal genug sein. Oder? Warum steigt man in diesen Zug von Aachen nach Den Helder, nimmt 4 mal Umsteigen auf sich? An einem schönen Freitagabend, wo es sicher zahllose Dinge zu tun gäbe? Vor den Zugfenstern wird es immer dunkler und kälter. Die Mitreisenden werden langsam immer weniger, je weiter es nach Norden geht. In Den Helder angekommen, scheinen sämtliche Gäste des ICs Läufer zu sein. Schnell in die Kneipe gegenüber des Bahnsteiges und ins Warme. Die letzte Stunde vor dem Aufbruch. Professionell wie immer bereiten wir uns und unser Equipment vor:
Dabei werden wir immer noch ein wenig wie die Exoten behandelt die wir sicher sind. Diese Deutschen… mit dem Zug… um nachts am Strand zu laufen…! Fühlt sich richtig an. Mittlerweile waren wir schon bei einigen Veranstaltungen in unserem sehr geschätzten Nachbarland und man erkennt uns wieder. Viele freuen sich wirklich uns zu sehen. Das fühlt sich um so besser an!
Und dann ist es fast Zeit. Kurz vor 22 Uhr an diesem Freitag im Januar soll es also wieder beginnen. Dieser außergewöhnliche Lauf.
Über das was unterwegs wirklich geschah, sei nicht viel gesagt. Diese 60 km Sand, diese 15 km Hafen und die letzten 25 km in den Dünen. Es bleibt ein so einzigartiges Erlebnis. Ein Lauf von der Theorie her so einfach und monoton und doch so brutal auf seine Weise. Ausgeliefert dort draußen. Zu zweit allein mit sich. Stundenlanges Rauschen der Wellen, dann das Brummen des Hafens und dann am Ende auf der 25 km Trailrunde durch die Dünen endlich Ruhe. Nach über 10 Stunden so überwältigend. Die tolle Natur mit ihrer kräftezehrenden Weite. Es bleibt fantastisch und unwirklich zugleich.
Es verlangt irgendwie mehr als sonst auf jedem Kilometer, aber es fühlt sich auch besser an. Aus diesen Dünen kommt man anders zurück als man hineingelaufen ist. Die totale Erschöpfung und diese schöne Landschaft… Es ist als seien ein paar Fragen beantwortet worden, auf die schwer eine Antwort zu finden ist. Wenn dich diese Dünen wieder ausspucken, dieser Hafen dich ziehen lässt und dich der unendliche Strand mit seinen nie näher kommenden Lichter nicht geschafft hat, bist du ganz bei dir. Absolut am Ende zwar, aber doch ok mit dir.
Die Gerüchte, dass dies der letzte DutchCoastUltraRunbyNight war lassen wir unkommentiert. Genau wie die Gerüchte nach dem Lauf, man würde darüber noch mal nachdenken. Wir verneigen und bedanken uns bei den Organisatoren, den Supportern und den Läufern. Der Lauf hat seinen eigenen Spirit. Wenn nachts neben dir ein Auto hält und du gefragt wirst, ob alles gut ist – wunderbar. Auch wegen und trotz der ganzen lieb gemeinten Frotzeleien: es freut uns sehr, dass wir zweimal dabei sein durften. Mit den beiden Finishs haben wir euer Vertrauen hoffentlich zurück gezahlt. Wir fühlen uns ein ganz klein wenig als Teil eurer Familie und ist ein gutes Gefühl.