´A walk in the park´- DCURbN 2018

I am not exactly sure about that ´walk in the park´-thing. It is correct that we walked some parts of the track – but this park? I mean, seriously? A bit huge for a park in the Netherlands, or? Maybe I just got it wrong? One does always come back with more questions from the Dutch Coast Ultra Run by Night then there were before the run.

Jacky and me took the train from Aachen to Den Helder – tradition is tradition. The whole dutch coast ultra runners arrived and many hands were shaken. When you sign up for such a race for the third time in a row you know a lot of people. Such a nice and warm welcome :). Thank you dutch coast ultra family :)!

One can not say it too often: special thanks to Ferry, Rinus, Ron and all the other helping hands – you do organize a great race and judging the FB reactions I am not the only one with these feelings! When I understood it correctly: there is even a chance for a 2019 edition – perfect. Before the race I was afraid that it might be the last torture this year.

Marc, who thought would run his first ever 75k run, arrived together with his supporter Axel from the north of Germany. The three of us decided to run together as long as it would work out. At 10 o’clock in the evening the race started in Den Helder. I think I don’t have to describe the route too much, as there are plenty of information about that already posted on this blog here, here, here and here. It turned out that our group worked perfectly. We found a pace comfortable for all of us and really enjoyed this perfect night. The conditions were easy: no wind, half-moon, nothingness… We ran for hours at the beach without any light necessary, talking, thinking, laughing and being really tiny at this endless beach. At one point the moon decided to take a bath in the ocean… Some attempted to join our trio, but with most of them the pace didn’t match for a longer time. Especially this one was pretty lazy…

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After 5:40 hour we arrived at the first real checkpoint at km 50. We enjoyed some minutes in the warmth, had coffee and tea, met Axel and finally decided to continue.

A bit slower we continued with the second part of the race: km 50 to 75 with the long period running in the orange colored habor of Ijmuiden. Always strange to run there. Never sleeping, ever glowing, always under construction – feels like a different planet.

During the last kilometres on our way to checkpoint km 75, Marc did something strange. As if the spirit of the run changed him: he decided to upgrade. Maybe he thought first-time-75-in-his-live would sound even nicer with a 100 in there?! Who knows. With Axel switching from supporting to running and some other racers joining and leaving again we did the last 25k – aka the dunes – in a pack of 5-7 runners.

It was beautiful, stunning, amazing, exhausting, demanding, difficult, hard, never ending, scratchy and it was wet:

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Thanks again Ferry: especially the changes during the last kilometres of the race made us laugh and cry at the same time – amazing selection!

As in 2016 and 2017 it took almost all given time (13:51 h out of 14 h time limit) to finish the Dutch Coast Ultra Run by Night (and day). Although the weather sticked to the ´walk-in-the-park´ motto of this years edition – it remains a challenge to finish. But we made it. And we made it together. It was the third official 100k for Jacky, it was Marcs first 100k ever. And he did it just like that and out of nothing. Not a single complaint. Impressive! His longest distance before was 60something. I still wonder what made him continue at the lovely breakfast location aka km 75/finish.

For me it was DCURbN #3. I did it in 13:01, 13:50 and now 13:51 hours in 2016, 2017 and 2018. Looks like I might not be able to do it a fourth time within the 14 hours time limit…

We will see.

NordEifelUltra 2018 (mit Hinweg)

Wie schon im Jahr 2016 hatten wir uns auch letzten Sonntag für die etwas längere NordEifelUltra-Variante entschieden. Das wir mit den Jahren beträchtlich langsamer werden, sieht man deutlich am geänderten Plan: statt wie damals erst zur doch recht humanen Uhrzeit von 0430 in Aachen loszulaufen, ging es in diesem Jahr, wie schon beschrieben, pünktlich um 0407 los. Dafür gab es deutlich weniger Regen auf dem 38 km-Hinweg als 2016 – es war allerdings ähnlich dunkel. Auch die Anzahl der Teilnehmer für diese spannende NEU-Variante blieb merkwürdig konstant bei zwei. Manche Dinge bleiben ein Mysterium.

In Düren sind wir dann tatsächlich um 0845 (und damit die matschige Vierteln Stunde vor dem eigentlichen Start) eingetroffen – als hätten wir es geplant – und haben dort die anderen 14 Teilnehmer und unseren Gastgeber Stefan getroffen. Die Taktik für die ersten paar Stunden war für uns klar: in der Gruppe verkriechen, uns nichts anmerken lassen und uns etwas erholen. Die 56 km NEU-Strecke durch die Eifel war wieder einmal sehr schön. Da es mittlerweile unser vierter bzw. fünfter Start war ist die Runde zudem mittlerweile so vertraut, dass es kaum mehr Erläuterung zur Streckenfindung bedarf. Wieder einmal wurden wir liebevoll und fürsorglich von Ursula und Konrad verpflegt. So konnte man sich, wenn es mal etwas anstrengender wurde, immer auf die super leckeren Rosinenschnecken und den Kaffee am nächsten Stopp am Auto freuen. Oder auf eine andere der vorhandenen Leckereien.

Die Gesellschaft und die Gespräche waren wie immer vorzüglich. Alle 17 von uns sind auch wohlbehalten wieder in Düren angekommen. Die Laufzeit betrug 8:14 h. Stefan hat auch dieses Mal die Momente zwischendrin genutzt und hat ein schönes Video vom Lauf gezaubert. Und auch der Flussläufer Jörg hat bei seinem neuen Start unterwegs ein paar Bilder und Worte aus dem Matsch gezogen. Vielen Dank an Stefan und seine Eltern – es war wieder ein toller Tag in der Nord-Eifel!

Für uns standen am Ende mit Hinweg genau 13 h mit 96 km auf der Uhr – ein schöner Jahresbeginn! Und auch der Rur konnten wir schon das erste Mal in 2018 „Hallo und bis bald“ zurufen.

Durch den Sturm Anfang des Jahres hat es doch einige Bäume erwischt und so sah der NEU an einigen Stellen recht kahl aus:

Winterlauf 2017

Wir müssen diesen Trail am Fluss sicher schon ein dutzend Mal zusammen gelaufen sein. Wir kennen und schätzen ihn beide sehr. Und dann passiert es. Vielleicht lag es daran, dass wir, unerklärlicher Weise, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den gleichen Trail entlanggestiefelt sind; vielleicht auch daran, dass zarter Graupel den Boden genau so bedeckt hatte, dass die sonst verborgenen Pfade ob ihrer leicht dunkleren Farbe sichtbarer werden oder aber es lag daran, dass der erschöpfte Körper dem Kopf ein paar hübsche, aber nicht reale Bilder zum Zeitvertreib gesendet hat: da war er. Links vom Trail ging ein kleinerer Pfad den Abhang runter und endete im … Aber da war noch mehr: genau dahinter begann eine der vielen in den Wald geschlagenen Schneisen. Sogar in die richtige Richtung zeigend…

Ich meine: was hättet ihr getan?

ATG Winterlauf Aachen 2017 Inde Trail Pfadsucher

Auch in diesem Jahr lässt sich der Winterlauf (Aachen´s härtester Winterlangstrecken-lauf) in zwei Phasen teilen. Auf den ersten knapp 30 km ist die Strecke sehr abwechslungsreich und teilweise abenteuerlich. Da wird auch ständig varriiert – manchmal scheint es fast spontan und „live“ wie das Rennen geleitet wird. Die Strecke ist aber so schön, dass man komischer Weise nie jemanden der anderen mehreren hundert Starter trifft.

Vor den letzten 18 km ist ein Bruch im Rennen. Man hat eine Art Sammelpunkt erreicht, kann an seine Dropbacks und sich mit einer Zusatzschicht Kleidung (irgendwie immer rot/weiss) und einem frischen Sack Verpflegung ausstatten. Bitter nötig für die oft heiss/kalten, verschwitz/klebrig/fusseligen letzten 18 km. Dafür ist der Support einmalig und um Längen besser als auf dem ersten Abschnitt.

Ist das Ziel erst erschöpft erreicht stellt man meist fest: es gibt einfachere 50 km-Strecken und sehr viel einfachere Bedingungen. Wir werden echt zu alt für den Mist :).

OSO 2017 – Alles beim Alten!

#4. So langsam ist alles richtig vertraut:

  • der Baum an dem man sich festklammern kann.
  • die Linkskurve in der Helmut und Björn mich damals mit der Tabellensituation des BVB aufgezogen haben.
  • der eine Hügel und der andere Hügel.
  • der eine viel zu steile Downhill.
  • die Suppe an VP3 die aussieht wie Schlamm, aber ganz lecker ist.
  • die Alu-Lasagne im Ziel.
  • die eine Eisenbahnbrücke über den Fluss mit dem Abhang danach auf dem die viel zu großen und unangenehmen Steine liegen.
  • der letzte VP mit viel Bier und Grill.
  • der eine Trail der geradewegs die steilste Stelle des Berges hoch führt, zu verdanken einer Streckenänderung von 2014 auf 2015.
  • Berge von Chips an den VPs.
  • der eine Trail bergan, der sich in Serpentinen den Berg hochwindet und in Treppen mündet – hier könnte man problemlos die HdR Szene vor der Begegnung mit Kankra nachstellen. Falls NZL mal zu weit weg sein sollte…
  • die Lauffamilie, die dieses Jahr durch die LEO Orga und Starter noch größer geworden ist.
  • kurzum: alles noch da! So wie es sein sollte.

Ich spreche erneut eine Laufempfehlung und auch gleichzeitig eine Warnung aus. Olne-Spa-Olne ist genau dann zuende wenn man das Zielbanner sieht. Alle offiziell verkündeten und unterwegs zugerufenen Entfernungsangaben sind schlichtweg falsch. Davon darf man sich nicht irritieren lassen. Das ist der OSO wie man ihn entweder mag, oder auch nicht. Ich hab genau ein symbolträchtiges Bild (Abbildung ähnlich!!!) mitgebracht, dass die Strecke beim OSO gut zeigt:

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Ne, war nur Spaß. Aber ich hab den Vilvo am Start gesehen – da warten wir doch lieber auf die bewegten Bilder!

Und da ist es ja auch schon – DAS VIDEO vom Vilvo!

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Was leider auch gleich geblieben ist, ist die momentane Verfassung von mir. Die erste Hälfte läuft meist ganz gut, aber die zweite dafür um so schlimmer. Der Kopf ist blockiert. Das Ziel zu erreichen scheint zwar lohnenswert, motiviert aber überhaupt nicht mehr. Der Spaß am Laufen schwindet dann schnell. Vieles was früher leicht war, wird dann zu mühevoller und abnutzender Arbeit. Der Schatten des früheren Selbst läuft quasi nebenher und hat alle Leichtigkeit und Freude mitgenommen.

NETT 2017

Bei der Durchsicht der Laufdaten der letzten Jahre ist mir aufgefallen, dass die NETT, also die NordEifelTrailTour von Stefan, echte Tradition ist. Seit 2014 gehörte er jedes Jahr mit dazu – und so war es auch gestern wieder Zeit nach Gey zu fahren um die mehr oder weniger altbekannten, mehr oder weniger vorhandenen Pfade unter die Trailschuhe zu nehmen.

Dieses Jahr war das Wetter so richtig nach Stefans Geschmack und zu siebt haben wir trotzdem einen Geschwindigkeitsrekord auf den Schlamm gezaubert. Diesmal 44 Kilometer in 6:14 h.

Stefans Video findet ihr hier!

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Das war also der vierte Streich – immer wieder NETT!

LEO180 2017

Ok – a few more words about the last weekend. Everything started with watching dots on the live tracking page of the LEO180 2016, a short question via FB, a short registration form, some thoughts and then there is that moment when you are knocking on Maartens door. There were a lot of people already there –  all of them never seen before. And it takes only a few minutes for you to feel at home. Jokes, race experiences, pasta plus a „funny“ one hour watching and laughing about Yiannis – a nice evening. After a short night with interrupted sleep it is already 0600 Saturday morning, and nine runners are standing at a random street in the NL – packed and ready.

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From that time on everything was as it should be: Pfadsucher and VPsucher together on their way through a truely beautiful track covering a best of of the middle of nowhere parts in the heart of the NL. Nice selection. We both felt strong and had a really good pace at the first 87 km towards the only real aid. By the way – thanks for all the spots in between where we could meet and greet various selections of organizators/supporters. We had an almost daylight finish on the 87 km aid station – perfect in plan and not bad placed in the whole field.

 

The next part of the race between km 93 and 118 is a really tough one but we made it quite ok. Everyone who have been out there knows – you just have to find a solution for this part and make sure to forget everything as soon as possible after you left this part.

Beyond that part the race, the running and everything was again really difficult for me. There were some few things adding up, but the real problem was the mind. As always. Lets make it a short story: at km 130 I decided to quit for what felt there to be countless of reasons. It was a horrible decision. Even more horrible to walk the next 9k of the race with a speed that would allow a finish. There was enough time, the usual problems were not too severe, the sun was about to say hello in 3 hours. You are asked if you really want to quit, you are asked if it is ok for you if the VPsucher continues… Sure, it is ok. And yes it is still good to be around, to watch what is not longer your race, to see them running again, to welcome most of them at the finish line. All of that is ok. But it is also tough. See them doing what should be your job. This will keep me thinking for quite a while.

At the end we had a really nice weekend. Thanks for all the fun, the support, the nice conversations, the place to sleep plus all your spirit and thoughts about ultra running.  And thanks for the invitation for next years LEO180! I will think about it. At the moment the probability of me returning is not too high – but this might change. So long – stay strong and running: Yiannis is watching you!

The list of the 5 heroes finishing the LEO180 2017 can be found here.

 

LEO180 – too far.

As I was the one for whom the LEO180 2017 was too far away from beeing doable – just a short notice: we had a nice weekend, met tons of new friends and connected with fantastic dutch, belgian and france ultrarunners. We saw really strong performances on an interesting track this weekend.

Congrats to our VPsucher – for him the LEO180 was probably not far enough ;). He might not have found as many aid stations he is used to but finished third in amazing 29h54m for 191.31 km.

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As for me – I maybe should think about the whole running stuff. At the moment I´m not in a condition to be able to endure what is coming on those runs. And if this does not change …

M&M and the whole team, supporters and runners – it was a real pleasure this weekend! Bedankt!

Überall Wildnis(trail)…

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Der Wildnistrail war mal wieder Schauplatz des alljährlichen PussyRuns. Die mittlerweile achte Ausgabe und dazu noch in einer besonderen Edition: back to back. Der Laufplan war: von der Mitte aus starten, die obere Hälfte (44 km) hin und zurück (88 km) laufen und danach die untere Hälfte (40 km) hin und zurück (80 km) laufen. Insgesamt standen also knapp 170 km auf dem Plan. Zu siebt gestartet gab es einige geplante und einige weitere ungeplante Ausstiege unterwegs. Drei haben es tatsächlich geschafft. Eine tiefe Verbeugung vor der Leistung. Ganz großen Dank geht an den tapferen Supportfahrer mit diesem tollen Wohnmobil und allen die drumrum geholfen haben, unterstützt haben und in Gedanken dabei waren.

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Es hat leider nicht gereicht für mich auf der ganzen Strecke. Dafür gibt es sicher eine ganze Reihe an (unterschiedlichen) Gründen. Das ist ein ungutes und ungewohntes Gefühl. Es wird noch etwas länger zu denken geben, aber der nächste Lauf auf diesem schönen Weg ist für 2018 schon in Planung – und dann wieder in einfacher(er) Ausgabe.

Die Bilder von mir gibt es hier, der Pfadsucher hat seine hier hochgeladen.

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Mit dem ersten Zug nach Langerwehe

Der Mensch mit dem Rucksack und dem Shirt einer Metalband? Vermutlich ’noch‘.

Die Menschen auf der Bank, die gerade von der Polizei kontrolliert werden? ‚Noch‘ – das ist einfach.

Die Familie mit den Koffern? ‚Schon‘ – das ist auch einfach.

Der rauchende Mensch vor dem Bahnhof? Sieht nach Arbeitskleidung aus, also vermutlich ’schon‘ – oder es ist der Heimweg nach der Nachtschicht.

Der komische Typ, der mit dem Laufrucksack um die Ecke gehetzt kommt? Der kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. Mit ihm bin ich hier verabredet und wenn nichts schiefgegangen ist, ist die Antwort ganz klar ’schon‘. Es ist Samstagmorgen, 03:25 Uhr – eine laue Sommernacht hier am Aachener Hauptbahnhof. Keine Ahnung, wie das schon wieder passieren konnte…

Wie konnte das nur wieder geschehen … ?

Rückblende.

Freitag, 14:42 Uhr:

Läufst du morgen?

Freitag, 15:07 Uhr:

Nicht-notwendig mit dem LTB. Du kannst also einfach was vorschlagen. 😉

Freitag, 15:38 Uhr:

Ok 0325 am Hbf (50 km) oder 0600 am Treffpunkt (1,5 h + LTB)

Freitag, 16:32 Uhr:

0325 klingt eigentlich zu merkwürdig von der Zeit her, um das
verstreichen zu lassen.

Achso. So waren wir also hierhin gekommen. Alles unter Kontrolle. Also auf in den Zug und ab in den kleinen Erlebnisurlaub. Wir hatten ja keine Vorstellung davon, wie viel wir auf unserer kleinen Reise wirklich erleben würden. Aber – so viel können wir nun mit voller Überzeugung sagen – es hat sich in vollem Umfang gelohnt, mal wieder den Zug zu nehmen.

Von Langerwehe aus ging es direkt zur Karls- und dann zur Laufenburg. Schon bevor wir dann zur Wehebachtalsperre gelangt sind, haben wir drei Mal (fast) Kontakt mit Wildschweinen gehabt (mit absteigender Spektakularität – erst haben wir sie noch gesehen, dann noch gerochen, dann nur die sehr frischen Spuren gesehen) und sind über ein Paar leuchtender Augen im Wald gestolpert.

Die Karlsburg – erbaut im Jahre 1850

Die Laufenburg bei Langerwehe – mittags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr gibt es hier keinen heißen Kakao.

Augen in der Nacht. Bestimmungshilfe erwünscht. Ein Schmetterling, vielleicht aus der Familie der Noctuidae.

Von der Wehebachtalsperre aus konnten wir dann gleich ein kleines Gewässer abhaken. Mit ca. 180 Höhenmetern auf ein paar Kilometern war der Rote Wehebach ein netter – fast unbeabsichtigter Beifang auf dem Biberweg. Von hier aus konnten wir dann – tatsächlich zufällig – auf des Vilvos Spuren entlang des Hustle-Bach-Grabens acht Kilometer lang einem traumhaft schönen Trail folgen – zum Teil sogar als Rur-Kall-Wanderweg ausgeschildert. Wer die Gegend um die Dreilägerbachtalsperre kennt, der weiß: Dort führt kein vernünftiger Weg vorbei an Struffelt oder Eifelsteig.

 

Roter Wehebach, kurz vor der Quelle

Worte haben wir keine guten, um diesen Ausflug zu beschreiben. Bilder können das mitunter besser. Aber auch sie vermögen es nicht, das Gefühl zu beschreiben, mit einem guten Freund die vermeintlich unbequeme Option gewählt zu haben und durch und durch mit einem nachhallenden gemeinsamen Erlebnis belohnt worden zu sein. Es war schön, mal wieder so unterwegs zu sein. Darum ist meine und unsere Empfehlung an euch: Wenn ihr die Wahl habt, nehmt den Trail. Wenn ihr die Wahl habt, nehmt euch jemanden mit. Genießt.

Ziegenbart oder Korallenpilz? Genießbar oder giftig?

Wir sind nicht allein!

 

Hier waren schon vor uns Menschen.

Lass alle Hoffnung, Farn.

Hasselbachgraben, Rur-Kall-Panoramaweg

Asphaltprobe.

Power-Up!

Alle Bilder gibt es – unverzerrt – auch wieder bei Flickr.

 

Das Ende.

Endlich. Der einzig mögliche Gedanke in der letzten Stunde war: Bald kommt die nächste Bank, die nächste Gelegenheit sich hinzusetzen. Und egal was dann passiert – dann ist es vorbei. Zu lang und zäh die letzten Stunden, zu wenig Kilometer in so unendlich viel Zeit. Dieses Mal hat es einfach nicht funktioniert.

Es ist ungefähr Mitternacht und ca. Kilometer 153 von den letztlich 166 Kilometer auf dem Kölnpfad. 24 h sind wir jetzt zu viert unterwegs. 24 unfassbar schöne Stunden. Gerade weil wir es tatsächlich vollbracht haben als Quartett so weit zu kommen. Unterwegs haben wir so viele Freunde getroffen, haben viele Kilometer mit ihnen geteilt, den Humor wie üblich nicht zu kurz kommen lassen, die wunderbaren VPs genossen und Stück für Stück Köln umrundet. Wir haben ein gemeinsames Tempo gefunden und immer aufgepasst, dass wir für keinen von uns Vieren zu schnell unterwegs sind. Dass das funktioniert hat ist erstaunlich und eine wunderbare Sache. Die Kraft haben wir und besonders auch ich in den letzten Stunden viel aus dieser Gemeinsamkeit geschöpft, aus der Freude so lange zusammen unterwegs sein zu können. Aus den gemeinsamen Gesprächen, den „Witzen“ und den Plänen für die Zukunft. Für mich kam auch ein Teil der Motivation aus dem Willen nach dem STUNT100 am Wochenende davor auch Köln erfolgreich zu umrunden. Und wir waren unserem gemeinsamen Traum zu viert über 100 Meilen gemeinsam zu laufen so unfassbar nahegekommen.

Und doch kündigte sich schon einige Stunden vor Mitternacht an, dass das Ende schwer werden würde. Die Erschöpfung ließ sich viele Stunden des Laufs mit Kaffee und Cola bändigen, doch langsam aber sicher befreite sie sich aus dem Koffeingefängnis. Die Hinweise mehrten sich. Ich vergaß regelmäßig zu essen und zu trinken. An und für sich nicht dramatisch am Ende eines langen Laufes, aber das Ende war eben noch zu weit weg. Mehrere Stunden zu weit. Am letzten VP konnte ich kaum etwas zu mir nehmen und war schon stehend KO. Und vor uns lag noch mehr als ein Halbmarathon in erst einbrechender und dann völliger Dunkelheit. Das bedeutete mit unserem momentanen „Tempo“ fast 4 Stunden auf den Beinen. In der zweiten Dunkelheit. Unvorstellbar und nicht möglich. Dieses Mal hatte die Erschöpfung gewonnen und brach so allumfassend über mich herein wie ich es noch nicht erlebt hatte.

Und dann kam sie. Endlich: die Schutzhütte. Zu nichts mehr fähig sank ich auf die Bank. Das Ende. Niemals wieder werde ich aufstehen. Sofort ist es kalt. Sehr sogar. Der Kreislauf verabschiedet sich. Ein bekanntes Gefühl und noch schlimmer: mir ist es egal. Ich muss mich ja nie mehr bewegen.

Die Bank ist hart. Und es ist doch sehr, sehr kalt in dieser Nacht im Juli. Und unfassbar still und einsam. Es sind 4 Bänke da – keiner von uns spricht. Es ist dieser sehr spezielle Moment. Ich weiß meine drei Begleiter sind momentan besser drauf. Haben ihre Tiefs überwunden oder nie eins gehabt. Oder sind im Kopf stark genug um das Tief zu übertrumpfen. Und alle drei wissen, dass es kaum mehr als 10 Kilometer sind bis zum Ziel. Ich weiß – sie wollen unbedingt dort hin. Sie halten den Atem an, unternehmen aber nichts. Stille. Ein paar Minuten. Ich stehe auf. Auch wenn es die härtesten Stunden werden sollten – hier, irgendwo im Königsforst können wir ja doch nicht bleiben. Schritt für Schritt muss es weitergehen.

Ich werde oft gefragt: warum? Ich kann es nicht sagen. Aber gerade in diesen Momenten in denen die Hoffnung, die Kraft und die Überzeugung gegangen sind, in denen nichts mehr geht und das Ende da ist – liegt etwas unbeschreibliches. Diese Überwindung zu erleben macht sicher einen Teil des Reizes aus auf diesen langen Strecken.

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#1: TorTour de Ruhr (160,9 km), 2016

#2: STUNT100 (160,9 km), 2016

#3: LangsteNaachtLoop (166 km), 2016

#4: Hermannsweg (161 km), 2017

#5: Seilersee (161 km), 2017

#6: STUNT100 (160,9 km), 2017

#7: Kölnpfad (166 km), 2017

tbc…